Böhmenkirch/Pforzheim. Der Bau von Behelfsstraßen stand ebenso auf dem Programm wie das Befüllen von Sandsäcken: Ein Großaufgebot an Einsatzkräften mit schweren Räumgeräten kam jüngst im Steinbruch Böhmenkirch im Kreis Göppingen zusammen. Das Technische Hilfswerk (THW) Baden-Württemberg hatte zu einer Übungs- und Ausbildungsveranstaltung der Fachgruppen „Räumen“ geladen. Unter den 185 Teilnehmern mit 95 Fahrzeugen und 35 Anhängern waren auch Vertreter des Ortsverbands Pforzheim mit dem in der Goldstadt stationierten Kettenbagger.
Auf alle wartete zunächst eine Überraschung: Eine unangekündigte „Kontrolle“ der Ladungssicherung. Die ehrenamtlichen THW-Helferinnen und Helfer bekamen dabei von Polizeikräften Tipps für Verbesserungen. Anschließend durften sich die Helfenden des THW mit ihrem eigenen Fuhrpark im Steinbruch bewegen und nach Lust und Laune baggern, räumen und laden.
Am Wochenende hatten die Teilnehmer verschiedene Aufgaben wie das Vermessen und Planieren oder den Bau von Behelfsstraßen zu erledigen. An weiteren der zehn Stationen ging es unter anderem um das Verladen von Schüttgut und Sperrgut oder das Räumen einer Straße von Felsen und Bäumen. Auich das Füllen sogenannter „Bigbags“, also übergroße Sandsäcke, die Absicherung von Baustellen oder Kabelverbau gehörte zu den Aufgaben.
Die Übung im Steinbruch hatte zum Ziel, die Einsatzbereitschaft zu stärken. Ein weiterer Aspekt war die Kontaktpflege und enge Verzahnung innerhalb der Fachgruppen. „Denn die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal 2021 hat gezeigt, wie wichtig umfassende und einsatznahe Übungen zur Vorbereitung auf zukünftige Großschadenslagen sind“, heißt es in einer Pressemitteilung des THW Baden-Württemberg. Übungen wie diese seien auch für die Ortsverbände mit noch jungen Fachgruppen „Räumen“ eine optimale Gelegenheit den Wissensstand zu vertiefen. Die Gesamtzahl an Fachgruppen Räumen in Baden-Württemberg beläuft sich auf 30.

