
Pforzheim. Die Brüderstraße zieht sich wie ein Canyon durch die Innenstadt – eingezwängt zwischen dem leeren Galeria-Block und der Baustelle des ehemaligen Sinn-Leffers-Gebäudes. Zentraler geht es kaum. Und doch ist die Straße geprägt von Leerstand und Provisorien. Nach zwei Jahren schließt nun das Restaurant „Burger Brothers“. Die Türen sind bereits verschlossen. Der Betreiber will anonym bleiben. In Pforzheim, sagt er, mache sein Scheitern sonst schnell die Runde. Er wirkt frustriert. Die Kosten seien zu hoch gewesen, Parkmöglichkeiten fehlten, dazu Ärger mit der Stadt und zu wenig Kundschaft. Hastig raucht er eine Zigarette vor der Tür. Er spricht von Tausenden Euro, vielleicht seien es auch nur Hunderte gewesen, die er an Strafzetteln habe zahlen müssen – weil er vor dem Lokal Waren abgeladen habe. Auch im Winter habe er die Sitzplätze vor dem Laden jedes Mal abbauen müssen, statt sie stehen lassen zu dürfen.
Hinzu kamen Probleme mit der Vermieterin, wie er sagt: Erst habe sie sich am „Halal“-Konzept gestört, später die Miete
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