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Auf dem Wartberg hat der Sturm bereits erste Spuren hinterlassen.
Auf dem Wartberg hat der Sturm bereits erste Spuren hinterlassen. © Meyer
Ein herabgefallener Ast liegt auf einem Waldweg auf dem Wartberg quer.
Ein herabgefallener Ast liegt auf einem Waldweg auf dem Wartberg quer. © Meyer
13.09.2017

Umgekippte Bäume: Sturmböen in Pforzheim

Pforzheim. Am Mittwoch hat der Deutsche Wetterdienst für Pforzheim und die Region eine amtliche Warnung vor starken Sturmböen herausgegeben – und prompt fielen in der Goldstadt die ersten Bäume auf die Straße.

Wie zum Beispiel auf dem Wartberg, wo große Äste den Weg zum Wartturm versperrten. Wie die integrierte Leitstelle auf PZ-Anfrage mitteilte, hatte die Feuerwehr am Mittwochmittag bereits vier Einsätze wegen auf der Straße liegender Bäume zu verzeichnen. Das ganz große Chaos blieb aber zunächst aus – außerdem sei man bei der Feuerwehr ja schließlich gut für alle Eventualitäten gerüstet, wie der Sprecher der integrierten Leitstelle betonte.

Die Sturmwarnung gilt noch bis 21 Uhr. Bis dahin werden heftige Windböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 und 85 Kilometern pro Stunde erwartet. Außerdem warnt der Wetterdienst ab Mittwochabend vor starkem Dauerregen, der bis zum Donnerstagmittag anhalten soll.

Im gesamten Gebiet des Polizeipräsidiums Karlsruhe hat der Sturm zwischen 8 und 15 Uhr insgesamt zu rund 75 Einsätzen geführt. Zumeist wurden die Polizisten zu umgefallenen Bauzäunen und Verkehrszeichen, zu auf der Fahrbahn liegenden oder auf Autos gefallenen Ästen und entwurzelten Bäumen gerufen. Das absolute Gros der zu treffenden Maßnahmen wurde dabei durch die Angehörigen der jeweils zuständigen Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren bewältigt. Die witterungsbedingten Sachschäden halten sich vergleichsweise in Grenzen, Personenschäden sind der Polizei nicht bekannt.

Wegen eines auf der Fahrbahn liegenden Baumes und heruntergefallener Äste war die Landesstraße 340 zwischen Eyachmühle und Dobel zwischen 13 und 13.20 Uhr zunächst einseitig und anschließend bis gegen 14.50 Uhr voll gesperrt. Nach Beseitigung der Hindernisse und einer Inaugenscheinnahme durch die Straßenmeisterei und den zuständigen Förster konnte die Strecke anschließend wieder freigegeben werden.

Im Karlsruher Stadtteil Knielingen löste sich durch den Sturm die Sicherung eines Baukranes, wobei dessen Arm vom Wind erfasst und gedreht wurde. Die am Arm hängende Sicherungskette beschädigte in der Folge drei angrenzende Häuser und blieb schließlich in der Oberleitung der Stromversorgung hängen. Nachdem die alarmierte Feuerwehr wie auch die Stadtwerke Karlsruhe klären konnten, dass an der Stromleitung kein Schaden entstanden war und auch sonst keine Gefahr bestand, konnten die Bewohner der vorsorglich evakuierten drei Gebäude gegen 11.30 Uhr in ihre Häuser zurückkehren. Der bei dem Vorfall entstandene Sachschaden dürfte sich auf etwa 3.000 bis 4.000 Euro beziffern.

Im Vergleich zu Norddeutschland geht es in Pforzheim und der Region allerdings noch gediegen zu. Dort wirbelt der Herbssturm "Sebastian" derzeit alles durcheinander.

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Isis
13.09.2017
Umgekippte Bäume: Sturmböen in Pforzheim

süßes Ästle liegt da rum. Zwischen HH-Kiel und FL ist der ganze Zugverkehr eingestellt. mehr...