Karlsbad. Ein am Dienstagabend umgekippter Tanklastwagen auf der A8 zwischen Karlsbad und Pforzheim-West sorgt weiterhin für eine Vollsperrung. Der mit Chemikalien beladene Lkw blockiert alle Fahrspuren, nachdem der Fahrer beim Auffahren auf die Autobahn die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hatte. Auch am Mittwochmorgen dauern die aufwendigen Bergungsarbeiten an. Um 11 Uhr gibt es dann endlich gute Nachrichten: Eine Spur ist freigegeben worden.
Auch aus der in der Nacht veröffentlichten Pressemitteilung der Polizei geht hervor, dass die Unfallursache weiterhin unklar ist. Der 39-jährige Fahrer des Tanklastzugs habe die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, als er an der Anschlussstelle Karlsbad auf die A8 in Richtung Pforzheim aufgefahren sei. Der mit Chemikalien beladene Tanklastzug sei anschließend auf die linke Fahrzeugseite gekippt und habe in der Folge alle Fahrspuren blockiert. Der Fahrer wurde dabei leicht verletzt und zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

In der Nacht unterstützten Spezialisten des Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystems der chemischen Industrie (TUIS) die Einsatzkräfte bei den Bergungsarbeiten.
Bergungsmaßnahmen am Morgen
Auch am Mittwochmorgen dauert der Einsatz an. Nach Angaben der Polizei werde versucht, den Lkw aufzurichten. Dabei bestehe das Risiko, dass der Tank beschädigt werden könnte und die darin verbliebene Flüssigkeit auf die Fahrbahn austritt.
Nach der Bergung des Fahrzeugs seien in jedem Fall Arbeiten am Fahrbahnbelag erforderlich. Die Vollsperrung bleibt daher vorerst bestehen. Der Verkehr wird an der Anschlussstelle Karlsbad abgeleitet. Ab 8 Uhr könne aber eventuell ein Fahrstreifen freigegeben werden. Die Polizei bittet darum, den Bereich weiträumig zu umfahren.
Vollsperrung dauert an
Gegen 7 Uhr folgte das Update der Polizei: Das Fahrzeug sei inzwischen aufgerichtet worden. Aktuell werde der mit Chemikalien beladene Tank ausgepumpt.
Auch kurz vor 8 Uhr dauerten die Maßnahmen noch an. Laut Polizei müsse zwischen dem Dreieck Karlsruhe und der Ausleitung an der Anschlussstelle Karlsbad mit rund fünf Kilometern Stau gerechnet werden. Auch die Umleitungsstrecken seien überlastet. Verkehrsteilnehmer sollten den Bereich weiträumig umfahren.
Auch gegen 9 Uhr waren die Bergungsarbeiten noch in vollem Gange. Man sei weiterhin dabei, die Tanks auszupumpen. Der erste Tank sei bereits leer, teilte die Polizei mit. In den beiden verbleibenden Tanks befinde sich jedoch noch Flüssigkeit. Die Sperrung werde voraussichtlich bis mindestens 11 Uhr andauern.
Um 11 Uhr gibt es dann Gute Nachrichten: Der linke Fahrstreifen in Fahrtrichtung Stuttgart sei zwischen Karlsbad und Pforzheim-West wieder befahrbar, so die Polizei.
Das Abpumpen der Chemikalien sei erledigt und auch der angefallene Sondermüll sei inzwischen fachgerecht beseitigt worden. Trotzdem würden auf den restlichen Spuren weiterhin Aufräumarbeiten laufen und Autofahrer müssten mit Verzögerungen rechnen.
Um 11.35 Uhr dann die erlösende Nachricht: Alle Fahrstreifen in Richtung Stuttgart sind wieder für den Verkehr freigegeben. Da der beschädigte Fahrbahnbelag frisch ausgebessert wurde, gelte im Unfallbereich aktuell eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 Kilometern pro Stunde, so die Polizei.



In Bildern: Bergung eines Tanklasters auf der A8 bei Karlsbad
Ein umgestürzter Gefahrgut-Tanklastwagen hat für einen Großeinsatz auf der A8 bei Karlsbad gesorgt.

