Zwanzig Kilometer Stau im Berufsverkehr: Das ist eine Folge eines Unfalls am Dienstag auf der Autobahn gewesen. Gegen 16 Uhr befuhr ein 42-jähriger Mann mit seinem mit etwa
36000 Liter Kraftstoff beladenen Tanksattelzug die Autobahn zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-West und Pforzheim-Nord. Kurz vor der Anschlussstelle Nord hatte sich ein Rückstau gebildet.
Der auf dem rechten Fahrstreifen fahrende Tanksattelzug sowie der nachfolgende Sattelzug, gelenkt von einem 47-jährigen Mann, konnten noch rechtzeitig abbremsen. Der Fahrer eines dahinter befindlichen portugiesischen Sattelzuges erkannte das Stauende zu spät. Er prallte nahezu ungebremst auf den davor fahrenden Sattelzug und schob diesen noch auf den vor diesem stehenden Tanksattelzug.

Schwerer Crash auf A8: Fahrer lebensgefährlich verletzt
Der 46-jährige Fahrer des auffahrenden Sattelzuges wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Die Berufsfeuerwehr Pforzheim befreite ihn mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem total demolierten Führerhaus. Sie war insgesamt mit 21 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen im Einsatz. Vom Rettungsdienst waren ein Notarzt und zwei Rettungswagen eingesetzt. An den Beteiligten Fahrzeugen entstand Gesamtschaden in Höhe von etwa 350 000 Euro. Glücklicherweise trat aus dem Tanksattelzug kein Gefahrgut aus. Zur Rettung der eingeklemmten Person musste die Autobahn bis
17 Uhr voll gesperrt werden. Gestern Abend wurde die linke Fahrstreifen wieder freigegeben. Die umfangreichen Bergungs- und Reinigungsarbeiten sollten nach Einschätzung der Polizei noch bis 21 Uhr andauern. Der Verkehr staute sich zwischenzeitlich auf eine Länge von 20 Kilometer.

