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Schwere Kopfverletzungen hat der Fahrer im dunklen Porsche bei einem Auffahrunfall auf der A8 erlitten. © Meyer
05.02.2016

Unfallserie auf der A8 - Porschefahrer in Lebensgefahr, zwei Kinder unter Schock

Pforzheim. Sechs verletzte Menschen und ein Sachschaden von mindestens 150.000 Euro sind die Bilanz einer kleinen Unfallserie auf der A 8 am Freitagabend um 17.50 Uhr. Rund 600 Meter vor der Anschlussstelle Pforzheim-Süd in Fahrtrichtung Karlsruhe, kam es wegen stockenden Verkehrs auf dem linken Fahrstreifen zu einem leichteren Auffahrunfall. Eine 37-jährige Frau aus Tübingen war mit ihrem Renault auf einen vor ihr abbremsenden Seat aufgefahren, an dessen Steuer ein 59-jähriger Mann aus Lüdenscheid saß.

Bildergalerie: Auffahrunfall auf A8: Porsche-Fahrer schwer verletzt - Langer Stau

Im Fahrzeug der Frau saßen noch deren neun und elf Jahre alten Töchter. Alle vier Personen erlitten durch den Unfall leichte Verletzungen. Die Frau und der Seat-Fahrer stiegen nach dem Unfall aus. Die Frau wollte sich gerade um ihre Kinder kümmern, als es zum zweiten Unfall kam. Ein 38-jähriger Porschefahrer aus Pforzheim bemerkte den Unfall zu spät und fuhr auf den Renault auf. Unmittelbar danach fuhr ein BMW auf den Porsche auf und schob diesen in die davor stehenden Unfallfahrzeuge. Der Fahrer des Porsche erlitt dabei schwere Kopfverletzungen. Er schwebt in Lebensgefahr. Der 32-jährige Fahrer des BMW aus Karlsruhe wurde schwer verletzt. Die beiden Kinder erlitten durch die Unfallserie einen schweren Schock und mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Bei den Kollisionen wurde die Ölwanne des Porsche aufgerissen. Dadurch kam es zu einer erheblichen Verunreinigung der Fahrbahn. Während der Rettungsarbeiten musste die Fahrbahn in Richtung Karlsruhe kurzfristig voll gesperrt werden. Danach konnte der Verkehr zunächst über den Standstreifen und in der Folge über den rechten und mittleren Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Nach Reinigung der Fahrbahn war die Autobahn ab 20.25 Uhr wieder komplett befahrbar. Es bildete sich ein Rückstau von bis zu 16 Kilometern Länge. Auch auf der Gegenfahrbahn kam es wegen Schaulustiger kurzzeitig zu einem Rückstau von rund zwei Kilometern Länge.

Die Berufsfeuerwehr Pforzheim und die Feuerwehr Heimsheim waren mit sechs Fahrzeugen und 23 Einsatzkräften an der Unfallstelle. Von den Rettungsdiensten kamen drei Rettungswagen, zwei Notarztteams, der leitende Notarzt, der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und die DRK-Bereitschaft Königsbach zum Einsatz.