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Tauben gewöhnen sich schnell an Futterquellen in der Stadt.
Tauben gewöhnen sich schnell an Futterquellen in der Stadt.
02.01.2017

Ungebetene Gäste: Tauben machen Probleme in der Stadt

Wenn Tauben sich an Haus und Hof zu wohl fühlen, ist guter Rat teuer. Hausbesitzer aus der Nordstadt berichten von einer richtiggehenden Plage – und hoffen auf Gegenmaßnahmen der Stadtverwaltung. Doch dies ist nicht ohne Weiteres möglich, wie der Veterinärdienst auf PZ-Anfrage erklärt.

„Eine konkrete Unterstützung kann die Stadt nicht anbieten“, so die Experten. Die Vögel von Privathäusern fernzuhalten, sei Aufgabe des Eigentümers oder Mieters. Hier sei es möglich, sich an einen Schädlingsbekämpfer zu wenden. Aufgrund der derzeitigen Rechtslage sei das Töten von Tauben praktisch nicht möglich. Anders als etwa bei Ratten stellt dies bei Tauben grundsätzlich eine Straftat dar. Doch das Töten der Vögel gilt, auch vom ethischen Aspekt abgesehen, als wenig sinnvoll. Sie vermehren sich rasch, brüten das ganze Jahr über. Eine Möglichkeit ist es, sie zu vergrämen, wie es im Fachjargon heißt. Wer dies, etwa durch einen Wasserstrahl oder ähnliches, tun will, muss darauf achten, dass die Tiere nicht verletzt werden.

Füttern als Tierquälerei

Das Veterinäramt lenkt den Blick auf zwei andere Aspekte: zum einen auf die Bedingungen, die Tauben anlocken. „Grundsätzlich gibt es Tauben immer dort, wo es auch ein Futterangebot gibt. Durch übermäßiges Füttern vermehren sich die Tauben unnatürlich oft.“ Allerdings sei das Füttern in Pforzheim verboten – mit Ausnahme harter Winter. „Verstöße werden konsequent verfolgt und mit Bußgeldern geahndet.“ Auch zum Wohle der Tauben selbst.