Pforzheim. Mehr Sicherheit in den Abend- und Nachtstunden fordern die Stadträte Sabine Zeitler (Frauenliste) und Michael Schwarz (Freie Wähler Partei). Nach Angaben der beiden werde die Innenstadt insbesondere von Frauen zunehmend als unsicher wahrgenommen und deshalb gemieden.
„Dies bedeute eine Einschränkung der Grundrechte“, erklärte Zeitler laut Pressemitteilung. Um dem entgegenzuwirken, beantragen die Stadträte die Einführung eines Nachttaxis nach dem Vorbild von Konstanz. Wie es auf der Internetseite der Stadt Konstanz heiße, würden dort Rabattgutscheine für Taxifahrten in den Nachtstunden zwischen 23 und 5 Uhr ausgegeben.


Wo werden in der Pforzheimer Innenstadt am meisten Verbrechen begangen?
Frauen seien statistisch häufiger von sexualisierter Gewalt betroffen und schränkten daher ihre Bewegungsfreiheit oft selbst ein. Konstanz sei zudem Kooperationspartnerin der Initiative „Nachtsam“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, deren Ziel es sei, das Nachtleben sicherer zu gestalten.


Wird es bald wieder ein Nachttaxi in Pforzheim geben?
Eine solche Kooperation strebten Zeitler und Schwarz auch für Pforzheim an. Darüber hinaus regten die Stadträte ein Beleuchtungskonzept für bestimmte Bereiche der Innenstadt an.


„Pforzheim Shuttle“ soll bis 2026 weiterfahren
Als Vorbild werde dabei unter anderem die Pforzheimer Partnerstadt Vicenza genannt, die innovative LED-Beleuchtungssysteme in einzelnen Stadtteilen einsetze. Auch eine Videoüberwachung an ausgewählten städtischen Gebäuden, wie sie etwa in Tuttlingen praktiziert werde, solle geprüft werden; ergänzend hielten die Stadträte ein erweitertes Alkoholverbot im öffentlichen Raum, etwa auf dem Leopoldplatz, für sinnvoll. Nach Angaben der Verwaltung seien die Forderungen eingegangen und würden innerhalb von vier Wochen bearbeitet.



