760_0900_95487_ROL_GRUeNDUNG_LIM.jpg
An einem Strang ziehen (von links) Matthias Köhler, Europakandidat Roland Papesch, Marcus Mürle, Landtagsabgeordneter Hans-Ulrich Rülke, Rainer Semet, Odin Bohnenberger und Thilo Scholpp. Foto: Nico Roller

Unternehmer schließen sich zusammen

Pforzheim. Egal, ob Bürokratieabbau, Fachkräftemangel oder Standortentwicklung: Für den Liberalen Mittelstand (LIM) gibt es mehr als genug Themen, die er in nächster Zeit anpacken will. Erst wenige Tage ist es her, dass sich ein für Pforzheim und den Enzkreis zuständiger Kreisverband der FDP-Vorfeldorganisation gegründet hat.

In erster Linie gehe es darum, die regionale Wirtschaft zu stärken, erklärt Odin Bohnenberger. Der frischgebackene Kreisvorsitzende ist seit 40 Jahren in einem Pforzheimer Familienunternehmen tätig und seit Mitte vergangenen Jahres im LIM-Landesvorstand aktiv. Er und seine drei Stellvertreter Rainer Semet, Matthias Köhler und Marcus Mürle wissen genau, was die Gewerbetreibenden vor Ort umtreibt, welche Sorgen und Nöte sie plagen. Mit dem LIM wolle man den Unternehmern einerseits eine Plattform bieten, erklärt Bohnenberger: Man wolle die Kommunikation unter den Unternehmen aus- und neue Netzwerke aufbauen, den Informations- und Erfahrungsaustausch fördern. Gleichzeitig versteht sich der LIM als Interessenvertretung von Mittelständlern gegenüber der Politik. Etwa, wenn es um das Thema Bürokratieabbau geht.

Schon auf kommunaler Ebene könne man da viel erreichen, sagt Bohnenberger. Das sei wichtig, auch und gerade für Start-Ups. Aber nicht nur für sie, sondern für alle Arten von Unternehmen in der Umgebung wolle man Ansprechpartner sein. Und allein auf die Wirtschaftspolitik beschränken will man sich auch nicht. Auch in anderen Bereichen will der LIM sich einsetzen. Etwa in der Bildungspolitik für den Erhalt der Werkrealschule. Man stehe erst am Anfang, sagt Bohnenberger. Viele der Ziele und Themen des neuen Kreisverbands würden sich erst noch entwickeln. Der Vorsitzende strebt eine enge Zusammenarbeit mit der FDP und anderen Vorfeldorganisationen der Partei an, etwa bei gemeinsamen Veranstaltungen. Zwei bis drei davon soll es jährlich geben. Aber er betont auch: Um im LIM aktiv zu sein, bedürfe es nicht zwingend einer FDP-Mitgliedschaft. Der LIM verstehe sich als überparteiliche Organisation für alle, die bis zu einem gewissen Grad mit liberalen Vorstellungen korrespondieren. Elf Mitglieder sind schon dabei. „Viele kennen uns noch nicht“, sagt Bohnenberger: „Das wollen wir ändern.“

„Der LIM wächst und gedeiht“, sagt Thilo Scholpp. Der Landesvorsitzende gratuliert ebenso zur Neugründung des LIM-Kreisverbands wie Hans-Ulrich Rülke. Der FDP-Fraktionsvorsitzende im Landtag betont, nichts gehöre so zur DNA seiner Partei wie die Mittelstandspolitik.

Weitere Informationen über den Liberalen Mittelstand im Internet unter www.limbw.de