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Symbolbild: dpa 

Verbundübergreifendes Azubi-Ticket für Bus und Bahn gefordert

Pforzheim. Die IG-Metall-Jugend schließt sich der Forderung des regionalen Handwerks nach einem verbundübergreifenden Azubi-Ticket für Bus und Bahn an, garniert dies allerdings mit Stichelei. Es komme nicht oft vor, dass man einer Forderung des Handwerks ohne Vorbehalte zustimme, heißt es in einer Pressemitteilung der Junggewerkschafter. Mit der beim politischen Saueressen geäußerten Forderung nach einem verbundübergreifenden Azubi-Ticket für Bus und Bahn treffe das Handwerk den Nerv der Zeit.

„Wenn sich die Handwerkskammern jetzt noch zu der Forderung durchringen können, dass dieses Ticket für die Auszubildenden wie bereits vom DGB Baden-Württemberg gefordert auch kostenfrei wird, dann rennen sie offene Türen bei den jungen Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern ein.“ Nordrhein-Westfalen habe zum Beispiel solch ein Ticket mit dem aktuellen Ausbildungsstart eingeführt, sagt Jonathan Trapp, der für Jugendarbeit Zuständige bei der IG Metall Pforzheim. „Natürlich können Ausbildungs- und Arbeitsplätze aber nicht nur von außen attraktiver gemacht werden. In der Metall- und Elektroindustrie regelt der Manteltarifvertrag für Auszubildenden schon seit den 1970er-Jahren, dass der Betrieb die Kosten für Fahrten in die Berufsschule zu übernehmen hat,“ so Trapp weiter. Im Handwerk seien die Rahmenbedingungen für Auszubildende oft schlechter als in der Industrie.