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Bringen die Schloßkirche ins virtuelle Zeitalter: Jeff Klotz, Gerhard Baral, Pfarrerin Heike Reisner-Baral, Sprecherin Melanie Kalcher, Christoph Timm (vorne, von links), Paul Hoffer und Mike Wunderlich (hinten, von links).  Foto: Tilo Keller 

Virtuelle Entdeckungsreise: So kann Schloßkirche in Pforzheim am Bildschirm besucht werden

Pforzheim. Zu jeder Zeit einen Blick in die Schloßkirche werfen können – das ist das Ziel eines Digitalisierungsprojekts gewesen. Am Dienstagabend ist das Ergebnis der Arbeiten vorgestellt worden. Jetzt ist die Schloßkirche auch im Internet unter schlosskirche-pforzheim.guide zu bewundern.

„Mike Wunderlich war unterwegs in sämtlichen Ecken und Winkeln“, berichtete Pfarrerin Heike Reisner-Baral über die Digitalisierungsarbeiten, als sie die Beteiligten und Förderer des Projekts in der Schloßkirche St. Michael begrüßte. Lediglich die Gruft sei noch nicht digitalisiert worden, da dort zuvor noch Kabel verlegt werden müssten. „Dafür können wir uns freuen, dass noch eine Ergänzung kommen wird“, merkte die Pfarrerin an. Ihr Mann Gerhard Baral erinnerte daran, wie aus der Idee eines 360-Grad-Rundgangs die architektonische Digitalisierung der Schloßkirche wurde.

„Wir sind nicht an irgendeinem Ort, wir sind in der Schloßkirche in Pforzheim“, sagte Jeff Klotz vom gleichnamigen Verlagshaus, als er einen kurzen Einblick in die Geschichte der Kirche gab.

Das Verlagshaus hat die Beauftragung übernommen, außerdem übernahm Klotz die Textzusammenstellung mit Unterstützung von Pfarrerin Reisner-Baral und dem ehemaligen städtischen Denkmalpfleger Christoph Timm. Beteiligt war auch Paul Hoffer von indigo pictures, der sowohl für die Tonaufnahme mit Sprecherin Melanie Kalcher als auch für einen Film mit Impressionen der Digitalisierungsarbeit zuständig war.

Pforzheim

Eine runde Sache: Der Heimatplanet Schloßkirche

Der Kurzfilm zeigt Mike Wunderlich von undefined-wunderlich-solutions während der Digitalisierungsarbeiten. Eine 25 Sekunden lange Kurzversion des Videos soll auch im Kino Werbung für das Angebot machen. Gespanntes Schweigen herrschte beim Publikum dann bei der Präsentation des halbstündigen, digitalen Rundgangs durch die gesamte Kirche. „Ich war elf Tage in der Kirche unterwegs“, verriet Wunderlich. Mit dem verwendeten Laserscanner hat er 360.000 Messpunkte in der Sekunde erhalten. Die Verarbeitung dieser Daten hat dann 124 Stunden Computerrechenzeit benötigt. Für den Rundgang ist es nicht nötig, vorher etwas herunterzuladen. Er kann direkt mit dem Computer oder dem Handy gestartet werden. Mit der Computermaus ist es möglich, sich durch den gesamten Kirchenraum bis hinauf zu den Glocken und weiter in den Dachstuhl oder ins Museum Johannes Reuchlin zu bewegen. Bald soll dann die Gruft folgen.

Mehr über die virtuelle Entdeckungsreise lesen Sie am Donnerstag, 10. September, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

www.schlosskirche-pforzheim.guide