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Im Wartbergfreibad während der Corona-Pandemie: Katarzyma Nadolska und Lukasz Soltys (aus Pforzheim) spritzen Sohn Oliver (7 Jahre) nass.  Foto: Tilo Keller 
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Sicherheit wird großgeschrieben. Jessica Schmitt desinfiziert ein Geländer. Nur wenige Schwimmer sind im Wasser, maximal 60 dürfen in dieses Becken.  Foto: Tilo Keller 
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Erich Kollmar und Constanze Umlauf (aus Pforzheim) zeigen bei Irmgard Haese ihre Online-Eintrittskarte. Und sehen auch Vorteile im relativ leeren Bad.  Foto: Tilo Keller 

Virus und Wetter lassen ein bisschen Spaß im Wartbergfreibad zu

Pforzheim. Die Gäste im Wartbergfreibad haben viel Platz im Wasser und auf den Liegewiesen. Wo sonst im Sommer großer Andrang herrscht, haben an diesem Sonntag weniger die Corona-Auflagen, sondern vielmehr das unsichere Wetter für überschaubaren Andrang gesorgt. „Wir sind froh, dass überhaupt ein Bad offen hat“, sagt Erich Kollmar aus Pforzheim, der sich am Nachmittag auch vom wolkenverhangenen Himmel nicht vom Schwimmen abhalten lässt. „Schließlich müssen wir ja das Corona-Hüftgold wieder wegbekommen.“ Constanze Umlauf aus Pforzheim sieht es ähnlich, die sich freut, dass es nicht so voll ist.

Waren Sie dieses Jahr schon im Freibad?

Für so manchen Gast bedeutet der Eintritt mit Handy eine kleine Hürde. Vor dem Eingang setzt eifriges Suchen und Wischen auf den Smartphones ein, bis die Seite gefunden oder noch schnell eine Eintrittskarte online gekauft wird. Nachdem Irmgard Haese den Code durch die Glasscheibe eingescannt hat, steht dem Badevergnügen nichts mehr im Wege, außer vielleicht die Beachtung der ausgearbeiteten Vorgaben, wie Hände desinfizieren, Abstand halten, die Laufrichtung auf den Wegen oder die Schwimmrichtung und die höchstzulässige Zahl der Schwimmer im Becken beachten.

Während des ausgewählten Zeitfensters, also entweder am Vormittag oder am Nachmittag, dürfen sich jeweils nur 500 Personen im Freibad aufhalten. Im Schwimmerbecken können 60 Schwimmer ihre Runden drehen und im Nichtschwimmerbereich sind 50 Personen gleichzeitig zugelassen. In der Schließpause von 13 Uhr bis 15 Uhr wird gereinigt, und alle Gäste müssen das Gelände verlassen. Auch während der Öffnungszeit werden Handgriffe, Handläufe und Drücker kontinuierlich von einer Mitarbeiterin desinfiziert. Seit dem Start am 19. Juni haben bis zum Sonntag bereits 3389 Besucher das Badevergnügen gesucht.

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Bildergalerie

Spaß im Freibad trotz Corona: Besucher im Wartbergbad

„Wir hatten an drei schönen Tagen hintereinander nachmittags auch schon die jeweils zulässigen 500 Besucher“, erklärt Peter Böhler, Leiter des Wartbergfreibads.

Allerdings sind an allen Tagen weniger Badegäste da gewesen, als sich angemeldet hatten, obwohl mit der Anmeldung der Eintritt bezahlt wird. „Für uns ist es sehr viel mehr Arbeit“, berichtet Böhler über die Aufsicht. „Wir müssen die ganze Zeit koordinieren und ständig die Badegäste ansprechen.“ So dürfen sich die Schwimmer beispielsweise nicht am Rand festhalten, da die Mitschwimmer nicht überholen dürfen. „Es gab schon verärgerte Menschen. Aber das ist ja beim Einkaufen auch nicht anders.“

Den reichlichen Platz haben die 34 Besucher genossen, die sich gegen 16.30 Uhr auf dem Badegelände aufhielten. „Die Tickets zu kaufen war ein bisschen schwierig, weil ich noch kein Paypal hatte“, berichtet Lukasz Soltys aus Pforzheim. Aber nun hat er Spaß zusammen mit seiner Frau Katarzyna Nadolska und dem siebenjährigen Nachwuchs Oliver im sonst leeren Kinderbecken.