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Als Dialogkaufmann ist Offenheit und Freude an der Kommunikation mit anderen Menschen das Wichtigste: Für Pascal Holstein ist das kein Problem. Bei seiner Ausbildung bei der AOK geht für ihn ein Traum in Erfüllung. Foto: Türschmann
24.02.2017

Volltreffer beim zweiten Anlauf: Pascal Holstein ist Azubi des Monats Februar

Pascal Holstein absolviert eine Ausbildung zum Kaufmann für Dialogmarketing bei der AOK Baden-Württemberg in Pforzheim – allerdings ist das nicht seine erste berufliche Station: Zuvor hat er zwei Jahre als Altenpfleger gearbeitet.

Azubi des Monats Februar: Pascal Holstein von der AOK

„Pascal ist offen und geht gerne auf andere Menschen zu“, sagt Manuel Syed, Mentor von Pascal Holstein. Mit Blick auf seinen jungen Kollegen fügt er hinzu: „Das sind die wichtigsten Voraussetzungen für unseren Job“, lobt er den 24-Jährigen, der momentan im ersten Lehrjahr bei der AOK Baden-Württemberg zum Kaufmann für Dialogmarketing ausgebildet wird. Dass er gut mit Menschen umgehen kann, hat Pascal bereits bei seiner ersten beruflichen Station bewiesen: Er durchlief die Ausbildung zum Altenpfleger und arbeitete zwei volle Jahre in dem Beruf – bis er sich selbst noch einmal ganz neu erfunden hat. „Ich habe viel Respekt und Anerkennung für meine Arbeit als Altenpfleger bekommen, aber so richtig war ich nie von meinem Beruf erfüllt“, erzählt der Eutinger. „Nun ist das anders, ich bin wirklich dankbar für diese Chance“, sagt er lächelnd, während er zum Telefonhörer greift, um im nächsten Moment den Anruf eines Kunden entgegenzunehmen. Als Dialogkaufmann arbeitet er in Gleitzeit und ist zudem nicht nur im Büro tätig: Gemeinsam mit Kollegen besucht er regelmäßig seine Kunden Zuhause und bringt ihnen die Leistungen der Krankenkasse näher. Wenn er seine Ausbildung abgeschlossen hat, wird ihm ein eigener Bezirk zugeteilt. „Es ist die perfekte Mischung aus Arbeit im Büro und Außendienst“, schwärmt er.

Fotograf und Lebensretter

Wenn der 24-Jährige nicht gerade Versicherungsleistungen verkauft, fotografiert er für sein Leben gern. Mit seiner Canon 700 D schießt er in seiner Freizeit Fotos – zum Beispiel für Freunde und Familie. Oder er organisiert gleich ein ganzes Fotoshooting mit der Jugendfeuerwehr – denn neben seiner Ausbildung ist er ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr in Eutingen tätig. „Da wurde ich quasi hineingeboren, denn mein Vater war Feuerwehrkommandant“, erklärt Pascal. Vor allem abends und am Wochenende ist er quasi Lebensretter auf Abruf und fährt im Ernstfall zu Bränden oder Unfällen. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm ein Tiefgaragenbrand in der Pforzheimer Nordstadt, bei dem gleich mehrere Autos in Flammen standen. „Da kam es wirklich auf Sekunden an“, erinnert sich Pascal. Genau wie bei Unfällen, bei denen er durch seine Arbeit als Feuerwehrmann oft mitten im Geschehen ist und sich mit um die Rettung von Verletzten aus demolierten Autos kümmert. „Es macht mich einfach glücklich, anderen zu helfen“, erklärt er, „aber die Kameradschaft ist mir auch sehr wichtig“.

Diese Eigenschaften haben natürlich auch Auswirkungen auf seinen Job: „Pascal Holstein hat durch sein Ehrenamt und seine Erstausbildung natürlich ganz andere Rahmenbedingungen, einen ganz anderen Hintergrund“, findet sein fachlicher Ausbilder. „Er hat eine menschliche Reife mitgebracht, die ihm sehr zugutekommt“, so Tobias Frommann weiter. „Weil er sich sehr engagiert, sich über den normalen Rahmen hinaus für Kunden einsetzt und auch bei den Kollegen höchst geschätzt ist, hätte er sogar den Titel Azubi des Jahres verdient.“

Bildergalerie: Azubi des Monats Februar: Pascal Holstein von der AOK

Drei Fragen an Pascals fachlichen Ausbilder, Tobias Frommann:

1. Was macht man als Dialogkaufmann?
Dialogkaufleute sind Vertriebsspezialisten, die zum einen für die Kundenbetreuung zuständig sind, sich mit den Kunden auseinandersetzen und sich um ihre Bedürfnisse kümmern. Das bedeutet, sie zu beraten und ihnen alles rund um die Produkte der AOK zu erklären. Zum anderen sollen sie auch neue Kunden von den Leistungen der Versicherung überzeugen und sie dadurch gewinnen.

2. Welche schulischen Voraussetzungen werden für die Ausbildung benötigt?
Ein mittlerer Bildungsabschluss ist eigentlich die Mindestanforderung. Natürlich kann ein Azubi auch mit anderen, höherwertigen Abschlüssen einsteigen und dadurch die Lehrzeit gegebenenfalls verkürzen.

3. Welche Eigenschaften sollte ein guter Dialogkaufmann mitbringen?
Ganz grundsätzlich sollte ein Dialogkaufmann die Lust mitbringen, mit Menschen zu arbeiten – zum einen mit den Kunden und zum anderen mit den Kollegen. Er sollte außerdem gut zuhören können, um so perfekt auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können.

In der Serie „Azubi des Monats“ stellt die „Pforzheimer Zeitung“ jeden letzten Samstag im Monat einen Auszubildenden vor, der außergewöhnlich ist. Neben der Sonderseite gibt es auf www.pz-news.de/azubidesmonats  oder bei Facebook auf www.facebook.com/azubidesmonats ein Video, in dem sich die Azubis vorstellen. Du willst „Azubi des Monats“ werden? Dann schick uns deine Bewerbung an internet@pz-news.de.