Seniorprofessor Karlheinz Blankenbach von der Hochschule Pforzheim beimInternational Meeting on Information Display (IMID) in Busan.
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Pforzheim
Vom KI-Fernseher bis zum Fahrzeugdisplay: Forschung aus Pforzheim beeindruckt in Südkorea

Pforzheim. Wie lässt sich messen, ob Künstliche Intelligenz ein TV-Bild tatsächlich verbessert? Und wie können Standards für die schnell wachsende Vielfalt an Displays im Fahrzeug effizient entwickelt werden? Mit diesen beiden Themen war Seniorprofessor Karlheinz Blankenbach von der Hochschule Pforzheim beim International Meeting on Information Display (IMID) in Busan vertreten. Bereits zum siebten Mal nahm der Pforzheimer Display-Experte an der internationalen Fachkonferenz teil.

Die IMID 2026 brachte im Busan Exhibition and Convention Centre (BEXCO) internationale Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Industrie zusammen. Im Mittelpunkt standen Entwicklungen und Forschungsergebnisse aus dem gesamten Spektrum der Displaytechnologie.

Der erste Beitrag „Test Method for the Empirical Evaluation of AI-Enhancements on TV Sets“ beschäftigte sich mit der Frage, wie sich KI-basierte Bildverbesserungen in Fernsehern empirisch bewerten lassen. Moderne TV-Geräte analysieren Bildinhalte mit Künstlicher Intelligenz und versuchen beispielsweise, fehlende Details zu rekonstruieren oder die Bildschärfe zu erhöhen. Das Ergebnis ist jedoch nicht zwangsläufig eine bessere Bildqualität. Abhängig vom Bildinhalt und vom eingesetzten Verfahren kann die Verarbeitung auch zu sichtbaren Artefakten und damit zu einer Verschlechterung führen.

Mit Florian Friedrich (FF Pictures), Roland Seibt (Connect Testlab) sowie Heinz Lemke und Marcell Klinkert (CE Test Lab, VDE) stellte Blankenbach eine Testmethode vor, mit der sich solche Veränderungen systematisch untersuchen und bewerten lassen. Im Fokus steht dabei die empirische Bewertung der tatsächlich wahrgenommenen Bildqualität.

„KI kann Bilder eindrucksvoll verbessern, aber eben auch verschlimmbessern. Deshalb müssen wir messen können, was beim Betrachter tatsächlich ankommt“, erklärt er.

Der zweite Beitrag „Trends in De Facto Standards for Automotive Displays in DFF“, den Blankenbach mit Armin Wedel vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) in Potsdam präsentierte, richtete den Blick auf die Standardisierung von Displays im Fahrzeug. Mit der zunehmenden Digitalisierung des Fahrzeuginnenraums wachsen nicht nur Anzahl und Größe der Displays, sondern auch deren Anforderungen an Qualität, Funktionalität und Zuverlässigkeit. Gleichzeitig entstehen Technologien und Anwendungen in immer kürzeren Entwicklungszyklen. Dadurch gewinnt die Frage an Bedeutung, wie sich De-facto-Standards für Automotive Displays effizient etablieren lassen. Wichtige Impulse für diese Arbeiten stammen aus Forschungsprojekten des Instituts für Angewandte Forschung (IAF) der Hochschule Pforzheim.