Sind bereit für die närrische Sause: die kooperierenden Vereine des Faschingsumzugs in Dillweißenstein. Foto: Meyer
Pforzheim
Von A wie Anfahrt bis Z wie Zugnummer: Das erwartet die Besucher am Samstag beim Dillweißensteiner Faschingsumzug

Pforzheim. Hästräger, Musiker, Funkenmariechen und natürlich tausende Besucher – sie alle treffen sich am Wochenende in Dillweißenstein. Erstmals findet der Traditionsumzug an einem Samstag statt. Doch das ist nicht alles, was neu ist.

Nur noch wenige Tage müssen der Ritter Belrem, seine Suleima und die „Grausame Barbara“ warten, bis in Dillweißenstein die Narren los sind. Denn am Samstag, 22. Februar, rollt wieder der Faschingsumzug von der Bogenbrücke bis zum Ludwigsplatz. 51 Gruppen haben sich bislang für den närrischen Lindwurm, der um 14.33 Uhr startet, angemeldet. „Aber wir nehmen auch noch spontan Entschlossene auf“, versichert der Vereinesvorsitzende vom Fasnetsumzug Pforzheim-Dillweißenstein, Jörg Müller.

Doch schon jetzt sind die Organisatoren, die auf den letzten Metern bis zur Samstagspremiere der närrischen Sause alle Hände voll zu tun haben, wie Müller versichert, mit den Rückmeldungen zufrieden. „Viele Familien freuen sich über den Termin am Wochenende, an dem sie frei haben und der noch vor der Ferienwoche liegt“, so der Vereinsvorsitzende.

Knapp 15.000 Besucher, erklärt Müllers Stellvertreter Daniel Ast, fassten die Gehwege und Plätze entlang der Umzugsstrecke. In etwa so viele dürften es für die Veranstalter auch gerne werden. Dass der Zuspruch der Bevölkerung in diesem Jahr besser sein dürfte als im vergangenen Jahr, da sind sich Müller und sein Team aber schon jetzt sicher. „Das war das schlechteste Wetter, das ich in mehreren Jahrzehnten erlebt habe“, erklärt der Vereinsvorsitzende hinsichtlich des verregneten Umzugs im vergangenen Jahr. Weniger gnädig könne Petrus bei der 61. Auflage also eigentlich kaum sein.

Die Parole für Samstag: Spaß. Dafür soll am Umzugstag die bewährte Mischung auf lokalen wie überregionalen Hästrägern, Musikern, Umzugswagen, DJs und Moderatoren sorgen. So hat sich für den Ludwigsplatz auch wieder der Brötzinger Tausendsassa und CDU-Stadtrat Jörg Augenstein angekündigt, dessen Treiben man fabelhaft von der Sparkassen-Tribüne aus verfolgen können dürfte, auf der auch wieder einige lokale Politikprominenz erwartet wird.

Für gute Sicht sorgen aber auch erstmals zwei Leinwände, positioniert am Ludwigsplatz und bei der Feuerwehr, auf der neben Sponsoren und historischen Bildern auch Live-Mitschnitte des Umzugs gezeigt werden. Ebenfalls eine Neuheit sind die Aufkleber, die in diesem Jahr anstelle von Eintrittsbändeln verkauft werden.

Eintritt:

Die „Umzugs-Bäbber“ gibt es im Vorverkauf für 2,50 Euro, die Kleber für die Tribüne um Preis von elf Euro, im Kartenbüro in den Schmuckwelten, bei der Tourist-Info, im Modehaus Jung, bei Getränke Hüttinger, Edeka Wachtler sowie den Dillweißensteiner Einzelhändlern. An der Tageskasse zahlen Besucher drei Euro.

Anfahrt:

Am stressfreisten ist der Umzug mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen: Der Regionalverkehr Südwest (RVS) wird am Samstag, 22. Februar, zusätzlich zu den regulär verkehrenden Linien 3 und 11 wieder für die Fahrgäste kostenlose Shuttle-Busse für die Strecke vom ZOB/Leopoldstraße bis nach Dillweißenstein einsetzen. Ab 12.15 bis 14.15 Uhr fahren vier Sondergelenkbusse ab dem ZOB Steig 10 sowie ab der Leopoldstraße Steig 12. Sie verkehren bis zur Ersatzhaltestelle „Ganghoferstraße“. Ab etwa 15.45 bis 18 Uhr verkehren Sonderbusse ab dieser Haltestelle zurück zum Leopoldplatz.

Sperrung:

Von 12.30 Uhr bis voraussichtlich 18 Uhr wird die Ortsdurchfahrt Dillweißenstein ab der Ganghoferstraße/Ecke Hirsauer Straße bis zum Ortsausgang Richtung Unterreichenbach voll gesperrt. Auch die Parkplätze können nicht angefahren werden. Während der Sperrung können die Haltestellen „Bahnhof Weißenstein“, „Burggartenstraße“, „Steinbergsgutstraße“, „Nagoldfreibad“, „Äußere Hirsauer Straße“, „Hirsauer Straße“, „Ludwigsplatz“ sowie „Seegerstraße“ stadtauswärts nicht angefahren werden. Während des Umzugs wird die Linie 3 über die „Seegerstraße“, „Bülowstraße“ und „Ganghoferstraße“ umgeleitet.