
Während seiner Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher bei der SjR Betrieb GmbH wusste Deslot Al Shamo nicht, ob er jemals in seinem künftigen Beruf wird arbeiten können. Den Beruf, den er jetzt im neu eröffneten Jugendzentrum Nord an der Güterstraße ausübt, gibt es in seiner Heimat nicht. Er hat das Risiko gewagt. Einige Male hatte er überlegt, abzubrechen und ein Handwerk zu lernen, von dem er im Irak leben könnte. Denn er habe im schlimmsten Fall mit einer Abschiebung aus Deutschland rechnen müssen, sagt er. Der 27-Jährige yezidischen Glaubens hat im Oktober – nach mehreren Jahren Ungewissheit – endlich seine Staatsbürgerschaft bekommen. Damit endet eine Odyssee an Ämtergängen und komplizierten Bestimmungen. Lange war nicht klar, ob Al Shamo in Deutschland dauerhaft leben und arbeiten darf. Und doch hat er sich für eine berufliche Zukunft in Deutschland entschieden, unterstützt von Kollegen.
"Ich habe Glück gehabt, dass mir Menschen geholfen haben",
sagt der
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