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So sieht ein moderner Kinosaal aus: Die neuen Räume nach dem Umbau im Rex können sich sehen lassen!
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Vorhang auf: So sehen die Kinosäle im Rex-Filmpalast nach dem Umbau aus

Nichts ist so konstant wie die Veränderung: Dies gilt auch und gerade für die Kinolandschaft. Waren ehemals große Kinopaläste das Gebot der Stunde, so lautet heute die Devise eher: klein aber fein. Das hat auch die Pforzheimer Kinobetreiberfamilie Geiger einmal mehr im Rex-Filmpalast an der Bahnhofstraße mit zwei aufwendig in Szene gesetzten Sälen umgesetzt – weitgehend mit renommierten Handwerksbetrieben aus der Region. So hat „das Rex“ nun für unterschiedlichste Ansprüche und Zielgruppen etwas zu bieten: abgestuft vom XXL-Kino bis zur luxuriös-intimen Cinelounge.

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Bildergalerie

Kinosäle im Rex-Filmpalast nach dem Umbau

„Einmal mehr war an der Zeit, den neuesten Entwicklungen Rechnung zu tragen“, betont Michael Geiger, Träger des Wirtschaftspreises der Stadt Pforzheim, zu den nun abgeschlossenen Umbauarbeiten in den ehemaligen Kinosälen Rex 3 und und Rex 4. Denn nicht nur die Ausstattung und der Komfort haben sich geändert, sondern – um die Veränderungen auch im Namen zu würdigen – heißen die Säle jetzt „Geigers Black“ (Rex 3) und „Geigers Blue“ (Rex 4). Die Nummerierung der Kinos sei in Zeiten des „Premium-Kinos“ einfach nicht mehr zeitgemäß, wie Nicolas Geiger zu der Umbenennung ergänzt.

Was die Ausstattung anbelangt, ist nichts geblieben, wie es war: Zunächst erfuhr die Saaldekoration eine völlige Neugestaltung – natürlich in den besagten Farben der Kinonamen – entsprechend Blau und Schwarz. Und für den Zuschauerkomfort besonders wichtig: Der Abstand der Sitzreihen wurde von 1,05 Meter auf 1,80 Meter nahezu verdoppelt. Um Gegenzug musste natürlich auch die Anzahl der Sitzplätze halbiert werden. So stehen nunmehr in den beiden Sälen noch 56 Plätze (Geigers Black/Rex 3) und Geigers Blue noch 47 Plätze zur Verfügung. Da ist es fast selbstredend, dass auch die Sitze durch überaus komfortable Ledersessel ersetzt wurden. In den vorderen Reihen können die Rücklehnen – über den Druck des Körpers – über eine Federung sogar nach hinten bewegt werden. Dies ermögliche dem Zuschauer eine noch bessere Sicht, wie Nicolas Geiger betont. Doch damit nicht genug: Ein Großteil der breiten Ledersessel sind mit Fußhockern ausgestattet.

Perfekter Klang

Auch was die Kinotechnik anbelangt, haben die Geigers in den beiden Kinosälen nochmals ordentlich zugelegt. Zunächst erfuhren die Elektroinstallationen eine Komplett-Erneuerung. Darüber hinaus wurde das eh schon aufwendige Klangsystem auf Dolby 7.1 aufgerüstet – sprich nunmehr wird der Surround-Sound nicht mehr wie bisher auf fünf verschiedene Kanäle verteilt, sondern auf sieben. Ergebnis all der Mühen: Die Abstimmung des Tones ist fließender und noch feiner geworden – ein besonderer Hörgenuss beim eh schon brillanten Filmerlebnis, der nur schwer zu toppen sein dürfte.

Was indes nur mittelbar mit dem Umbau zu tun hat, aber für den Zuschauer von ebenso großer Wichtigkeit sein dürfte: Die neuen Kinos sind gegen ein geringfügig höheres Eintrittsgeld werbefrei, von den Filmtrailern einmal abgesehen. Dies habe sich bereits bei der Cinelounge bewährt, wie Nikolas Geiger betont. Das heißt aber auch: Wer den Anfang des Filmes nicht verpassen möchte, sollte einigermaßen pünktlich erscheinen, rät Nicolas Geiger seinen Besuchern.

Trotz aller Veränderungen wird es aber eine liebgewonnene Konstante weiterhin geben: „Wir bieten zwar Kino ohne Werbung, aber natürlich mit der Eisverkäuferin.“

Walter Kindlein

Walter Kindlein

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