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Nicht zu übersehen ist dieser graue Blickfang an der Wolfsbergallee.
Nicht zu übersehen ist dieser graue Blickfang an der Wolfsbergallee.
04.11.2016

Warum steht da ein Stromkasten mitten im Gehweg?

Für einen PZ-Leser mutet das wie ein Schildbürgerstreich an. Mittig auf dem Gehweg an der Wolfsbergallee steht neuerdings ein Stromkasten. Warum nur?

Tatsächlich mutet die Platzierung kurios an: Während Stromverteiler überall im Stadtgebiet am Rand von Gehwegen aufgestellt sind, befindet sich jene drei Kästen an der Wolfsbergallee mittendrin. Zwar ist der Weg breit genug, dass nicht wirklich ein Engpass entsteht. Doch müssen etwa Rollstuhlfahrer oder Nutzer von Rollatoren die Kästen umkurven. Und ein Hingucker sind die grauen Boxen nun wirklich nicht. Wie der städtische Sprecher Philip Mukherjee auf PZ-Nachfrage berichtet, wird dieser Anblick aber kein dauerhafter sein. Die Platzierung ist kein Schildbürgerstreich, sondern quasi aus der Not geboren.

Laut Mukherjee handelt es sich um Standverteiler der Stadtwerke Pforzheim, die sich an der Wolfsbergallee unmittelbar vor dem ehemaligen St.-Trudpert-Krankenhaus befinden. Sie ersetzen die bisherige Trafostation aus dem Klinikgebäude. Diese habe in Abstimmung mit dem Bauherrn aus dem St. Trudpert herausverlegt werden müssen, um den Abbruch vornehmen zu können. Wie berichtet, will dort die Quadriga Projektentwicklung mit Sitz in Speyer mehr als 100 hochwertige Wohneinheiten schaffen. Die Neubebauung sehe eine Baugrube vor, die bis an den Gehweg heranrage und voraussichtlich mit einem Verbau, also einer schützenden Ummantelung, gesichert werden muss. Da die Standverteiler dazu einen Sicherheitsabstand von 50 Zentimetern brauchen, stünden sie vorübergehend in der Mitte des Gehwegs. Im Zuge der Neubebauung werde auch wieder eine Trafostation ins Gebäude integriert, so dass diese Standverteiler dann entfernt werden können. „Es handelt sich also nur um ein reines Provisorium“, betont Philip Mukherjee. Claudius Erb