Pflegeheim
Eine Frau geht mit einem Rollator in einem Altenheim auf einem Gang entlang.Sebastian Kahnert/dpa
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Pforzheim
Weniger Plätze, hohe Auslastung: Pflege in Pforzheim unter Druck

Die Pflegeheime in Pforzheim sind stark ausgelastet. Weniger Plätze und steigende Nachfrage erschweren die Versorgung – wohnortnahe Lösungen sind nicht immer möglich. PZ-news hat die Zahlen.

Laut dem Sozialdatenbericht im Rahmen des strategischen Sozial- und Integrationsplans 2024 sind die Pforzheimer Pflegeheime mehr als ausgelastet. Demnach betrug im Jahr 2024 die Anzahl der Pflegeheimplätze in Pforzheim offiziell 1590 Plätze. Fünf Jahre zuvor waren es noch 1806 Plätze gewesen. Der Rückgang lässt sich laut Bericht damit erklären, dass bei einigen Heimen Plätze wegen der Umwandlung in betreutes Wohnen weggefallen sind.

Bei einer Auslastung von rund 88,2 Prozent im Jahr 2024 (gegenüber 88,5 Prozent im Jahr 2023) sei davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Heimplätzen weiterhin wachse und teilweise nicht bedient werden könne. Denn von einer Vollbelegung sei bereits ab einem Auslastungsgrad von 64 Prozent zu sprechen, heißt es. Neubauten (wie das Pflegestift Pforzheim in der Erbprinzenstraße oder das Erich-Bähner-Haus im Arlinger) konnten im Jahr 2019 ein gewisses zusätzliches Platzangebot schaffen; 2025 eröffneten die Pflegeheime Martinsbau und Aula Irenicus, wodurch es weitere Plätze gab.

Einige Heime belegten 2024 nicht alle vorhandenen Plätze, da unter anderem die personellen Anforderungen nach den gesetzlichen Regelungen bei einer Vollbelegung nicht erfüllt gewesen wären.

In nahezu allen Pforzheimer Stadtteilen und Teilorten stehen laut Bericht Pflegeheimplätze zur Verfügung; allerdings sei aufgrund der hohen Auslastung im Einzelfall nicht gewährleistet, dass eine wohnortnahe Versorgung in der Wunscheinrichtung möglich sei. Im Jahr 2024 gab es nach den Erhebungen des JSA in Pforzheim 704 Plätze im betreuten Wohnen.