Pforzheim. Elterntaxis sind ein großes Problem, sagt Daniela Vogel, Vorstand bei der Verkehrswacht Pforzheim und Enzkreis. Vor den Schulen bilde sich viel Stau.
Kinder laufen dabei Gefahr, von einem Auto erfasst zu werden. „Sie haben einen eingeschränkten Blickwinkel. Vielen Erwachsenen ist das gar nicht so bewusst.“ Es sei nicht im Sinne der Verkehrssicherheit, dass Eltern ihre Kinder zur Schule chauffieren, schon gar nicht „das Parken in zweiter Reihe.“ Vogel betont, dass es für Schüler wichtig sei, sich auch körperlich zu betätigen, gemeinsam mit Freunden den Schulweg zu laufen – „das muss gefördert werden“. So bietet die Bürgerinitiative Schulwegtraining an und stattet Abc-Schützen mit sogenannten Blinkies für eine bessere Sichtbarkeit aus. Von einem Komplettverbot hält die Verkehrswacht aber nichts: „Eltern müssen freiwillig auf das Chauffieren verzichten.“
Auch Edith Drescher, Schulleiterin des Hilda-Gymnasiums und geschäftsführende Schulleiterin der Gymnasien in Pforzheim mahnt das Verhalten der Eltern an: „Es gab bisher noch keine ‚Vorfälle‘ im Sinne eines Unfalls, aber die Verkehrssituation ist morgens vor dem Haus für Fußgänger und Autofahrer regelmäßig sehr unübersichtlich bis gefährlich.“ So habe die Rektorin und der Elternbeirat bereits 2013 und 2015 einen Zebrastreifen für die Kiehnlestraße gefordert. „Das Ordnungsamt lehnte das ab mit der Begründung, dass der Bereich als 30er-Zone ausgewiesen und ein Zebrastreifen daher überflüssig sei.“ Deshalb bleibe Drescher nichts anderes übrig als zu appellieren, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nehmen. „Bedauerlicherweise ist Pforzheim keine fahrradfreundliche Stadt. Mobilität heißt hier vor allem, sich mit dem Auto fortzubewegen.“

