Wichtiger Expertenrat zum Weltkrebstag: PZ bringt Bürger und Fachleute zusammen
Die PZ holt am Weltkrebstag hiesige Experten ans Telefon, um Bürgern Ansprechpartner und Ratgeber in besonders schwierigen Zeiten zu bieten.
picture alliance/dpa | Uwe Anspach (Symbolbild)
Pforzheim
Wichtiger Expertenrat zum Weltkrebstag: PZ bringt Bürger und Fachleute zusammen

Pforzheim. Zum 21. Mal findet am Donnerstag, 4. Februar, der Weltkrebstag statt. Die Deutsche Krebshilfe rückt dabei insbesondere Prävention und Früherkennung in den Fokus. Denn in der Pandemie sind diese Bausteine im Kampf gegen die tückische Krankheit wichtiger denn je. Die PZ holt an diesem Tag hiesige Experten ans Telefon, um Bürgern Ansprechpartner und Ratgeber in besonders schwierigen Zeiten zu bieten. Sie stehen Anrufern von 13 bis 15 Uhr Rede und Antwort.

Die Zahlen sind erschreckend: Nach Angaben der Krebshilfe erkranken jedes Jahr in Deutschland 510 000 Menschen neu an Krebs – Tendenz steigend. Mehr als vier Millionen Menschen leben mit der Krankheit. Und rund 40 Prozent aller Krebsfälle könnten durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden. „Diese drei Zahlen machen deutlich: Krebs ist und bleibt ein zentrales Gesundheitsproblem unserer Gesellschaft. Sie zeigen aber auch ein enormes Potenzial: Mit einem gesundheitsbewussten Verhalten kann jeder sein individuelles Krebsrisiko senken“, so Gerd Nettekoven, der Vorstandsvorsitzende der Krebshilfe, die wie die Experten vor Ort beherzt gegen diese Volkskrankheit ankämpft.

Dr. Matthias Vöhringer. Foto: Helios

Dieses Ringen wird durch Corona erschwert. Das verdeutlicht eine aktuelle Studie von Helios, nach eigenen Angaben Europas größtem privatem Klinikbetreiber. Demnach hat es in der Phase des ersten Lockdowns im Frühjahr vergangenen Jahres deutlich weniger Krebsbehandlungen gegeben, sie gingen um bis zu 20 Prozent zurück. Und danach seien die Zahlen nicht wieder so gestiegen, wie es zu erwarten gewesen wäre. Es habe aber nicht etwa weniger Krebserkrankungen gegeben, diese seien nur später erkannt worden. Die Analyse der Gründe dauert an. Wahrscheinlich sei, dass viele Patienten aus Angst vor Covid den Arztbesuch gemieden hätten. Auch die vorübergehende Schließung oder zumindest eingeschränkte Öffnung von Praxen hätten zu einer verzögerten Reaktion geführt. „Wir sehen einen deutlich Einfluss des Corona-Lockdowns auf die Behandlungen im Bereich der Onkologie“, sagt Dr. Peter Reichardt, der Autor dieser Studie und Chefarzt am Klinikum Berlin-Bruch. Gerade bei Krebs sei es aber entscheidend, so früh wie möglich mit einer geeigneten Therapie zu beginnen.

Monika Bühler-Wagner. Foto: Helios

Es gibt qualifizierte und kompetente Hilfen vor Ort. Das Helios Klinikum ist ein von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziertes Onkologisches Zentrum. Dank des medizinischen Versorgungszentrums können Patienten auch die ambulante Behandlung am Helios vornehmen lassen. Moderne Diagnose- und OP-Technik, spezialisierte Experten und ein breites Netzwerk an Partnern bilden am Siloah St. Trudpert Klinikum die Basis bei der Behandlung von Krebserkrankungen.  Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen allen Kliniken, Abteilungen und dem Zentrum für Onkologie sowie einem Netzwerk an Partnern garantieren zeitnahe, individuelle Behandlung. Die unabhängige Psychosoziale Krebsberatungsstelle mit Sitz im Helios bietet Betroffenen und Angehörigen Unterstützung und Begleitung an.

Dr. Tim Schulz. Foto: Siloah

Der direkte Draht zu kompetenten Gesprächspartnern

Die PZ-Telefonaktion am Donnerstag, 4. Februar, dauert von 13 bis 15 Uhr. Unter (07231) 933420 ist Dr. Matthias Vöhringer zu erreichen, Leiter des zertifizierten Onkologischen Zentrums am Helios Klinikum und Chefarzt der Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin. Diplom-Psychologin Monika Bühler-Wagner von der Psychosozialen Krebsberatungsstelle spricht unter (07231) 933421. Dr. Tim Schulz, am Siloah St. Trudpert Klinikum Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und minimal- invasive Chirurgie sowie Leiter des Darmkrebszentrums, antwortet unter (07231) 933422.