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Gemeinsam für die gute Sache: die Vorsitzende der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft (DRG) Oana Krichbaum (Zweite von rechts) und Thomas Satinsky, Vorsitzender von „Menschen in Not“ (rechts), mit Christian Macedonschi (Mitte) aus Kronstadt und den Mitgliedern der DRG vor dem Verkaufsstand auf dem Wochenmarkt.  Foto: Eickhoff 

Wichtiges Zeichen in Krisenzeiten: Erlöse des Wochenmarkst gehen an „Menschen in Not“

Pforzheim. Es sind vor allem die kleinen, aber umso ergreifenderen Momente an diesem Samstagvormittag, die Oana Krichbaum im Gedächtnis bleiben werden. Zusammen mit zahlreichen Mitgliedern der  Deutsch-Rumänischen Gesellschaft (DRG) organisierte die Vorsitzende den alljährlichen weihnachtlichen Verkaufsstand, in diesem Jahr pandemiebedingt nicht wie üblich auf dem Charity-Markt im VolksbankHaus, sondern auf dem Wochenmarkt. Zugunsten von „Menschen in Not“ verkauften die Mitglieder selbstgemachte Leckereien, liebevoll gestaltete Weihnachtskugeln und rumänische Speisen von Christian Macedonschi wie Wurst, Lebkuchen und Honig mit Sanddorn und Kakao aus Kronstadt.

„Es ist uns ein wichtiges Anliegen, vor allem in diesen Zeiten, bedürftige Menschen zu unterstützen. Diesmal in einem kleineren Rahmen auf dem Wochenmarkt, dank der Mithilfe von Marktsprecher Jörg Müller“, bekräftigt Krichbaum. Der Zuspruch bei den Marktbesuchern war groß, 1500 Euro sind an diesem Samstagmorgen für „Menschen in Not“ zusammen gekommen.

„Wir freuen uns jedes Jahr aufs Neue, dass sich die viel beschäftigten Mitglieder der DRG die Zeit für notleidende Menschen nehmen“, betont Thomas Satinsky, Vorsitzender von „Menschen in Not“ und geschäftsführender Verleger der „Pforzheimer Zeitung“. „Vor allem ist es schön zu sehen, wie gut viele Kulturen miteinander auskommen und füreinander da sind“, so Satinsky weiter.

Und das beweist die DRG seit inzwischen neun Jahren, so auch an diesem Morgen. Als sich eine 95-jährige Dame mit Rollator zwei Kuchenstücke kaufen möchte, überlässt sie ihr der Verein als Geschenk. Aber nicht nur Mitglieder zeigen an diesem Vormittag, dass sie für andere da sind. So haben die Frauen von Müller Fleisch selbst gemachtes Gebäck für den Stand beigesteuert, als kleines Zeichen der Dankbarkeit. Der Verein hatte sich für die Beschäftigten von Müller Fleisch im Zuge der Corona-Pandemie Anfang dieses Jahres eingesetzt. Oder eine Frau drückte ihren Dank durch eine Geldspende an den gemeinnützigen Verein aus, „als ich damals in Not war, wurde mir von ,Menschen in Not‘ geholfen, das möchte ich nun ein Stück weit zurückgeben.“