Für 200 Menschen ist in der umgebauten Heilig-Geist-Kirche Platz: Der Raum samt Empore soll künftig Treffpunkt sein für Gläubige, aber auch für Musik-, Theater- und Literaturliebhaber. Denn die Gemeinde will lebendiger Mittelpunkt sein. Foto: Meyer
Sie haben den Umbau zusammen mit vielen Ehrenamtlichen geschafft: Frank Berger (Ältestenkreis) und Pfarrer Theo Leonhard (rechts). Foto: Meyer
Pforzheim
Wiedereröffnung in Dillweißenstein: Diese Pforzheimer Kirche erfindet sich neu
  • Martina Schaefer

Pforzheim. Wer sich in einem der grauen, dick gepolsterten Sitzmöbel niedergelassen hat, um gut gewärmt den weißen, frisch renovierten Innenraum der Heilig-Geist-Kirche an der Kräheneckstraße in Dillweißenstein auf sich wirken zu lassen, der will gar nicht mehr aufstehen. Vorne zieht ein Piano statt einer obligatorischen Orgel den Blick auf sich.

„Es gibt eine zweite Kategorie Stühle“, sagt Frank Berger, Mitglied des Ältestenkreises. „Die sind nicht ganz so dick gepolstert.“ Und dann haben er und sein Team weitere 100 Stapelstühle abgeschliffen und gestrichen. Sie können bei Formaten wie dem Spätlesegottesdienst oder auch künftigen kulturellen Veranstaltungen etwa auf der neuen Empore Platz finden. Für sie würden gerade bequeme Filzauflagen gefertigt, ergänzt Berger. Nach einem Gottesdienst könne man die Sitzgelegenheiten schnell um Tische anordnen, um sich zu unterhalten. Ein Aufenthalt auf der neugestalteten Terrasse mit Blick auf Dillweißenstein lässt sich an Sommerabenden gut mit einem Glas Wein verbinden. Damit ist der wesentliche Kern des neuen Gemeindekonzepts erfasst, das an diesem Wochenende der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Die Besucher der behutsam in einen multifunktionalen Gemeinderaum verwandelten Kirche sollen kommen, um bei Gottesdiensten, Lesungen und Musikabenden gerne zu verweilen oder auch selbst mitzugestalten.

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Die Gemeinde wird am Freitag, 28. September, um 18 Uhr die Einweihung der Heilig-Geist-Kirche an der Kräheneckstraße feiern. Am Samstag können Bürger die Räume ab 14 Uhr inspizieren. Und am Sonntag, 30. September, verabschiedet sich ab 17 Uhr Pfarrer Leonhard.