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Jürgen Stingel, wohl etwa anderthalb Jahre alt, auf dem Balkon der Großeltern an der Emilienstraße.
privat/Stingel
Pforzheim
„Wir gehörten zu den drei, vier Überlebenden“: Jürgen Stingel hat als Vierjähriger den 23. Februar in Pforzheim erlebt

Pforzheim. Jürgen Stingel ist ein guter, sortierter Erzähler. Das mag daran liegen, dass der Umgang mit Sprache, das Formulieren, die Aussendung klar verständlicher und eingängiger Informationen sein Beruf war – als langjähriger Pressesprecher und Marketingleiter der Kreissparkasse Göppingen. Vielleicht ist es aber auch eine schlichte Lebens- oder fast schon Überlebensnotwendigkeit, darüber sprechen zu können, was er als Vierjähriger in Pforzheim erlebt hat, am Abend des 23. Februar 1945, als die Stadt im Bombenhagel alliierter Flugzeuge verging, verbrannte, verglühte, verschmolz. Er hat nicht abgeschlossen mit dem Geschehen. Im Gegenteil. Es kommt zurück zu ihm.

„Seit vielleicht 15 Jahren habe ich diesen Alptraum, ein- bis dreimal pro Jahr“, berichtet der 84-Jährige. „Ich sitze – als Erwachsener – auf einem Stuhl in einem sehr kleinen Raum. Anderthalb

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