An der Kieselbronner Straße bauen Sven Ladwig (rechts) und Thorsten Kunzmann neu. Die „Wohnfabrik“-Standorte an der Zerrennerstraße und auf der Wilferdinger Höhe werden zusammengelegt.
Pforzheim
„Wohnfabrik“ bricht mit Neubau auf zu neuen Ufern
  • Olaf Lorch-Gerstenmaier

Die Städte Ettlingen und Karlsruhe hätten sie mit Kusshand genommen – doch Sven Ladwig, Gründer und Chef der „Wohnfabrik“, und Thorsten Kunzmann, Geschäftsführer und Prokurist, bekennen sich zum Standort Pforzheim, auch wenn es eine Verlagerung vom Zentrum in die Peripherie gibt. Es ist davon auszugehen, dass die beiden Möbel-Enthusiasten der Stadtverwaltung bis hinauf zu OB Gert Hager auch dezent angedeutet haben, was Pforzheims Handel an Attraktivität einbüßen würde, gäbe es die „Wohnfabrik“ in der Goldstadt nicht mehr.

Ein Bauschild an der Kieselbronner Straße – im Hintergrund winkt Ekkehard Haases „Möbelzentrum Pforzheim“ – kündet von dem Bauvorhaben: Wo über die Wintersaison in der zünftigen „Urweiß-Hüttn“ des „Alpenzaubers“ im Gewerbegebiet Obsthof geschmaust und gefeiert wurde, werden in zwei bis vier Wochen die Bagger anrollen.

Mehr als nur Ausstellung

Es entsteht ein Neubau mit rund 2500 Quadratmetern Ausstellungsfläche plus 300 Quadratmeter für die Dachterrasse – eine dreigeschossige Mischung aus Verkaufsraum (erweitert um eine Küchen-Abteilung), Lounge, Bis-tro und Event-Location. Auch eine Accessoire-Abteilung ist vorgesehen – auf den dafür maximal zugelassenen 200 Quadratmetern. Kostenpunkt: 3,5 Millionen Euro.

Bis Mitte, Ende November dieses Jahres, so Ladwig und Kunzmann, solle die äußere Hülle stehen – bis einschließlich Februar 2018 werde der Innenausbau folgen. Ihr Ziel: Anfang März eröffnet die neue „Wohnfabrik“, führt zusammen, was jetzt noch getrennt ist, aber zusammengehört: vier Etagen an der Zerrennerstraße im ehemaligen Degussa-Gebäude (1600 Quadratmeter Ausstellungsfläche) und das Outlet samt Verwaltung und Lager auf der Wilferdinger Höhe (1200 Quadratmeter). Über die Nach-Nutzung der bisherigen Standorte wollen Ladwig und Kunzmann nicht spekulieren. Das sei Sache der Vermieter. Als Gründe für den geografischen Wechsel führen die „Wohnfabrik“-Chefs unter anderem die Parkplatz-Situation in der Innenstadt an. Ladwig: „Es ist einfach so, dass es den Leuten zu viel ist, im zweiten Stock eines Parkhauses zu parken – die wollen einen Stellplatz vor der Haustür.“

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