Pforzheim-Würm. Am Dienstagmorgen gab es für etliche Menschen in Pforzheim-Würm einen Weckruf der besonderen Art. Am frühen Morgen zuckte Blaulicht und tönten Martinshörner durch den Stadtteil. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst eilten zu einem Wohnungsbrand an der Hölderlinstraße.
Um 4.03 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle über den Notruf 112 ein Wohnungsbrand in Würm mitgeteilt. Nachbarn berichteten von einer starken Rauchentwicklung und einer vermissten Person.
Aufgrund des Meldebilds wurden die Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen-Abteilungen Würm und Huchenfeld sowie der Rettungsdienst und „Helfer vor Ort“ des DRK alarmiert. Zehn Minuten später trafen der Löschzug der Berufsfeuerwehr und ein Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr ein.
Die verschlossene Wohnungstür der vollständig verrauchten Wohnung musste gewaltsam von der Feuerwehr geöffnet werden. Zwei Trupps unter Atemschutz konnten den Brand schnell löschen und die Wohnung absuchen. Glücklicherweise befand sich entgegen der Meldung niemand mehr in der Wohnung. Es bestand keine Gefahr für die weiteren Bewohner des Mehrfamilienhauses. Niemand wurde verletzt. Die Feuerwehr war mit 28 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen vor Ort. Das DRK war mit einem Notarzteinsatzfahrzeug und zwei Rettungswagen im Einsatz.
Der Brand soll im Bereich eines Bettes ausgebrochen sein. Nach den bisherigen Ermittlungen des Polizeipostens Tiefenbronn hat der 42-jährige Wohnungsinhaber das Feuer wohl durch Fahrlässigkeit selbst verursacht, möglicherweise mit einer brennenden Zigarette oder einer Kerze. Während am Gebäude kaum Schaden zu verzeichnen war, sind die Folgeschäden am Inventar sehr hoch zu veranschlagen. Die Polizei geht von einem Gesamtschaden von bis zu 50.000 Euro aus.

