Eindrucksvoll ist der Blick auf die Stadt, den die Bewohner des künftigen Wolfsberg-Palais haben.Visualisierung: Quadriga/Sparkasse Pforzheim Calw
Bis vor kurzem stand noch ein Bagger der insolventen Abbruch-Firma auf dem Gelände, das zum Glück bereits abgeräumt ist.
Pforzheim
Wolfsberg-Palais nimmt bald Formen an
  • Claudius Erb

Pforzheim. Wie groß das öffentliche Interesse an der Riesenbaustelle auf dem Wolfsberg ist, zeigten in den zurückliegenden Monaten Leserhinweise auf die gigantische Maschine, die die Einzelteile des früheren Krankenhauses St. Trudpert regelrecht wegmampfte. Nun aber fragen Leser, warum die Arbeiten seit Wochen ruhen und ob diese Pause mit der Insolvenz des dort bislang tätigen Abbruchunternehmens Jung aus Bruchsal-Büchenau in Verbindung stehe. Die PZ-Recherche zeigt, dass stattdessen nur noch eine bürokratische Hürde zu überwinden ist, ehe das Wolfsberg-Palais Formen annehmen kann.

Ein „Produkt am Markt, das einmalig ist“, wie Sven Eisele, der Generalbevollmächtigte bei der Sparkasse Pforzheim Calw für das Immobilien- und Baufinanzierungsgeschäft, betont.

Tatsächlich hatte die Jung GmbH bereits zum 17. Januar Insolvenz angemeldet. Nach Angaben des Karlsruher Insolvenzverwalters Frank Bassermann hat jedoch gleich am Folgetag die Quadriga Projektentwicklung GmbH & Co. KG als Bauherrin den Vertrag mit Jung fristlos gekündigt.

Diese Insolvenz werde nicht zu einer Verschiebung des für die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts anvisierten Termins Ende Mai 2020 führen, versichert Ralph Bartl, der Geschäftsführende Gesellschafter der Quadriga mit Sitz in Mannheim.

Auch wenn man es derzeit nicht sehe: „Wir arbeiten an vielen Stellen an diesem Projekt“ betont Bartl. So seien im vergangenen Jahr einige Umplanungen vorgenommen worden, die eine Nachtragsgenehmigung zur vorhandenen Baugenehmigung erforderlich machten.

Die erste Planung habe insgesamt 116 Wohnungen, 134 Stellplätze in der Tiefgarage und acht äußere Stellplätze vorgesehen. Nun gehe es um 128 Wohnungen und allein 178 Stellplätze in der Tiefgarage. Diese solle nun über zwei Ebenen verfügen, in denen es nur komfortable Stellplätze – keine Doppelparker – geben werde.

Den Antrag für den Nachtrag zur Baugenehmigung habe Quadriga im Dezember 2017 gestellt. Inzwischen sei die Anhörung von Nachbarn und diverser Träger öffentlicher Belange abgeschlossen. „Wir hoffen, bis Ende April/Anfang Mai die Baugenehmigung für die neue Planung zu bekommen“, sagt Bartl.

Mit diesem Projekt und mit dem Bau des Sedan Carré in der City läute man ein neues Zeitalter ein, sagt Immobilienfachmann Eisele. Von den 52 Stadtvillen-Wohnungen des ersten Bauabschnitts auf dem Wolfsberg seien bereits 70 Prozent verkauft, auch an der zweiten Tranche sei das Interesse groß.

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