Das Foyer im VolksbankHaus ist dicht gefüllt. Der Charity-Markt ist ein Besuchermagnet. Es wird gestöbert, geplauscht, gekauft und versucht. Die Deutsch-Rumänische Gesellschaft, das Familienzentrum Au, die Kita Schatztruhe, die Lebenshilfe Pforzheim, der Förderverein Wildpark sowie der Freundeskreis der Telefonseelsorge haben Stände aufgebaut und präsentieren Weihnachtliches.
Und dann kehrt plötzlich Ruhe ein. Die Kinder der Chor-Akademie stehen bereit, und Chorleiterin Salome Tendies hat am Klavier Platz genommen. „Santa Lucia“, „Frohe Weihnacht“, „Dreaming“ und „Postamt Wolke 7“ sind die Titel der Stücke, die die Besucher im VolksbankHaus verzaubern. Eindrucksvoll und perfekt.
Alltag von Armut geprägt
Als René Baum, Vorstandsmitglied der Volksbank Pforzheim, ans Rednerpult tritt, scheint es, als brauche er einen kurzen Moment, um sich zu sammeln. „Es ist einfach wundervoll, dass wir zum 13. Mal den Wunschbaum hier bestücken und, dass das Interesse so groß ist.“ Er freue sich jedes Jahr aufs Neue darauf, diesen Termin wahrzunehmen. Gerade erst habe der Festakt zum 50-jährigen Bestehen des Kinderschutzbunds im VolksbankHaus stattgefunden. Das Motto: „Kinder sind wundervoll.“ Der Kinderschutzbund habe mit der gemeinnützigen Tätigkeit für Kinder und Familien unglaublich viel bewegt, und es werde eine unbeschreiblich wertvolle Arbeit für eine gesunde Gesellschaft mit Blick in die Zukunft geleistet. „Ein friedliches Miteinander, bei dem für jeden gesorgt ist, ob in der Familie oder im erweiterten sozialen Umfeld über alle sozioökonomischen und kulturellen Grenzen hinweg, macht die Welt nach meiner Überzeugung zu einem besseren Ort.“ Darum sei die gemeinsame Wunschbaumaktion auch heute wieder so wichtig und jedes Jahr eine Herzenangelegenheit.
Sozialbürgermeister Frank Fillbrunn verweist auf die vielen Kinder, die von Armut im Alltag betroffen seien. „Ich freue mich deshalb, dass der Kinderschutzbund 170 Familien ausgesucht hat, deren Kinder einen Herzenswunsch haben“, so Fillbrunn. Und Doris Möller-Espe vom Kinderschutzbund fügt dem noch an: „Jeder der Wünsche kommt genau dort an, wo er sehnlichst erwartet wird.“





