Pforzheim. Seit zehn Jahren ist die DRK-Hauptrettungswache 1 an der Kieselbronner Straße 46 die Heimat zahlreicher Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens wurde dort laut einer Pressemitteilung am 1. Oktober gemeinsam gefeiert. Beim Jubiläumsfest kamen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Auszubildende und Verantwortliche des DRK-Kreisverbands Pforzheim-Enzkreis zusammen.
Bei einem gemeinsamen Grillfest wurde auf die vergangenen zehn Jahre zurückgeblickt und gleichzeitig der sechs neue Notfallsanitäter-Auszubildende umfassende Ausbildungsjahrgang willkommen geheißen.
Die Geschichte der heutigen Hauptrettungswache reicht deutlich weiter zurück. Über zwei Jahre dauerten die Planungen und Genehmigungen für den Neubau. Ende Oktober 2015 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, einen Monat später folgte die Grundsteinlegung. Nach nur neun Monaten Bauzeit war das Gebäude fertiggestellt und wurde im Rahmen einer Feierstunde am 29. September 2016 eingeweiht.
„Der Bau einer neuen Hauptrettungswache ist ein seltenes Ereignis und daher nun umso bedeutender für unseren DRK-Kreisverband“, hatte DRK-Präsident Wolfgang Kramer bei der Einweihung gesagt. Zehn Jahre später zog Kramer eine positive Bilanz: „Die Hauptrettungswache hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem wichtigen Standort für unseren Rettungsdienst entwickelt. Sie bietet unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeitgemäße Arbeitsbedingungen und schafft gleichzeitig gute Voraussetzungen für Ausbildung und Fortbildung.“
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Einst räumliche Enge
Die Gründe für den Neubau lagen der Pressemitteilung zufolge vor allem in der räumlichen Enge der damaligen Rettungswache an der Kronprinzenstraße sowie in der dort schwierigen Verkehrssituation. Mit dem neuen Standort an der Kieselbronner Straße sollte zugleich die Versorgung verbessert werden: „Insbesondere die Hilfsfrist in Richtung Königsbach und Remchingen konnte durch die neue Lage verkürzt werden“, heißt es vom DRK. Die Kosten für die neue Rettungswache an der Kieselbronner Straße beliefen sich auf rund zwei Millionen Euro. Knapp 50 Prozent der Kosten wurden durch das Land Baden-Württemberg gefördert. Mit dem Neubau seien damit nicht nur die räumlichen Voraussetzungen für die Einsatzkräfte verbessert worden. Die neue Lage sollte auch dazu beitragen, die rettungsdienstliche Versorgung in Pforzheim und im Enzkreis weiter zu optimieren.
Auf dem rund 5000 Quadratmeter großen Grundstück entstand eine moderne Rettungswache mit einer 705 Quadratmeter großen Fahrzeughalle mit fünf Stellplätzen für Rettungswagen und zehn für Krankentransportwagen sowie einem 391 Quadratmeter großen Funktionsgebäude. Außerdem befindet sich hier das Zentrallager, die Dienstplanung sowie der Hauptstandort für die Ausbildung neuer Rettungskräfte.
Das DRK ist eigenen Angaben zufolge der größte Leistungsträger im Rettungsdienst in Pforzheim und dem Enzkreis. Heute ist der Kreisverband im Rettungsdienst mit sechs Rettungswachen (Hauptrettungswache 1 Pforzheim-Nord, Pforzheim-Süd, Mühlacker, Neuenbürg, Remchingen und Tiefenbronn) sowie an vier Notarztstandorten (Pforzheim-Süd, Wimsheim, Neuenbürg und Mühlacker) und im Krankentransport tätig.
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Auch zehn Jahre nach der Einweihung steht die Ausbildung des Nachwuchses im Mittelpunkt. Im Rahmen des Jubiläumsfestes wurden die sechs neuen Notfallsanitäter-Auszubildenden des DRK-Kreisverbands Pforzheim-Enzkreis offiziell begrüßt. Vier davon waren bereits als Rettungssanitäter tätig oder haben ihr Freiwilliges Soziales Jahr beim DRK absolviert. Für sie beginnt nun ein anspruchsvoller Ausbildungsweg, der theoretisches Wissen, praktische Ausbildung und zahlreiche Erfahrungen im Rettungsdienst miteinander verbindet.
Qualifizierte Fachkräfte
Außerdem durfte der Kreisverband sechs neue, frisch ausgelernte Notfallsanitäterinnen und –sanitäter zu ihrem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung beglückwünschen. Alle bleiben dem DRK-Rettungsdienst erhalten und werden künftig als qualifizierte Fachkräfte die Teams im Rettungsdienst unterstützen. Damit verband die Veranstaltung den Blick zurück mit dem Blick nach vorn: Zehn Jahre nach der Einweihung der Hauptrettungswache stand nicht nur deren Entwicklung im Mittelpunkt, sondern auch die nächste Generation von Einsatzkräften, die Verantwortung übernehmen wird.

