titel2
Aus dem Fenster im zweiten Obergeschoss (drittes von rechts) war Rauch gedrungen. Polizei und Feuerwehr hatten die Asylunterkunft vorsorglich evakuiert.

Zimmerbrand in Asylunterkunft im Brötzinger Tal - Gebäude evakuiert

Pforzheim. Schwarzer Rauch aus einem Fenster im zweiten Obergeschoss in einem Gebäude an der Adolf-Richter-Straße im Brötzinger Tal in Pforzheim - um 15.20 Uhr alarmierte ein Hausbewohner die Polizei. Und weil es sich bei diesem Gebäude um eine Asylunterkunft handelt, war nicht nur die Feuerwehr vor Ort, sondern auch gleich ein größeres Polizeiaufgebot. Schon fünf Minuten nach dem Alarm traf der Löschzug der Berufsfeuerwehr an der Einsatzstelle ein.

Brand Adolf-Richter-Straße 03
Bildergalerie

Zimmerbrand in Asylunterkunft

Da zunächst nicht klar war, wie groß die Brandgefahr werden kann und wie sehr sich das Feuer ausdehnen wird, wurde das Gebäude evakuiert. Etliche Personen hatten sich schon selbst vor dem Haus in Sicherheit gebracht, sechs Personen mussten von Polizeikräften ins Freie begleitet werden, einige verschlossene Wohnungen wurden vorsichtshalber geöffnet, um niemand in einer möglichen Notsituation zurückzulassen. Während das Haus gemeinsam von Feuerwehr und Polizei auf gefährdete Personen kontrolliert wurde, hatten die eigentlichen Brandbekämpfer schon ganze Arbeit geleistet.

Obwohl der Brand mit einem Rohr schnell abgelöscht werden konnte, ist das betroffene Zimmer allerdings vorübergehend nicht bewohnbar. Die Hausbewohner können jedoch wieder in ihre Wohnungen zurück.

Es gab keine Verletzten. Der Schaden wird von der Polizei auf etwa 4.000 Euro geschätzt. Während der Rettungs- und Löschaktion hatte die Polizei auch die Straße abgesperrt.

Im Zuge der polizeilichen Ermittlungen ergaben sich keine Erkenntnisse, die auf ein vorsätzliches oder fahrlässiges Handeln hindeuten. Aktuell fokussieren sich die Ermittlungen auf die Möglichkeit, dass eine auf einem Fenstersims stehende Parfümflasche beziehungsweise liegende Spraydose in Verbindung mit ungünstiger Sonneneinstrahlung eine Brennwirkung verursachten und unterhalb des Fensters gelagerte Gegenstände in Brand gesetzt haben. Einen Anschlag auf die Asylunterkunft kann die Polizei damit ausschließen.

Neben der Berufsfeuerwehr und der Abteilung Brötzingen-Weststadt waren die Polizei mit neun Streifenwagenbesatzungen und der Rettungsdienst mit dem Leitenden Notarzt und dem organisatorischen Leiter vor Ort. Der Einsatz dauerte bis 16 Uhr.