Jugendliche und junge Erwachsene, mit und ohne Behinderung, setzten sich einen Tag lang mit der Frage auseinander, welche Visionen sie für die zukünftige Entwicklung ihrer Stadt haben.
Jessica Ebert/Stadt Pforzheim
Pforzheim
Zukunftsbilder einer Stadt: Jugendliche entwickeln ein lebenswertes Pforzheim

Pforzheim. Die Stadt Pforzheim hatte zur Zukunftswerkstatt „Jugend gestaltet Zukunft: Eure Ideen für ein gerechtes und soziales Pforzheim“ ins Jugendkulturzentrum Kupferdächle eingeladen. Bei der Veranstaltung setzten sich rund 40 Jugendliche und junge Erwachsene, mit und ohne Behinderung, einen Tag lang mit der Frage auseinander, welche gemeinsamen Visionen sie für die zukünftige Entwicklung ihrer Stadt haben. Abgerundet wurde der Workshop durch Angebote der Anna-Bertha-Königsegg-Schule, des Jugendgemeinderats, des Stadtjugendrings sowie der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie.

Die Zukunftswerkstatt sei ein zentraler Baustein der Jugendbeteiligung im Rahmen der Erarbeitung des Sozialentwicklungsplans Inklusiv (SEPI) der Stadt Pforzheim, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Mit SEPI verfolgt die Verwaltung das Ziel, Lebensqualität, Teilhabe und Chancengerechtigkeit für alle Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu verbessern. Dabei steht ein inklusiver Entwicklungsansatz im Mittelpunkt, der Vielfalt als Stärke versteht und Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten aktiv in Planungsprozesse einbezieht. „Indem in Beteiligungsformaten die Bedürfnisse, Erfahrungen und Zukunftsvorstellungen unterschiedlicher Zielgruppen einfließen, soll ein möglichst umfassendes Gesamtbild gewonnen werden“, heißt es.

Kreativität wird großgeschrieben.
Jessica Ebert/Stadt Pforzheim

Unter professioneller Anleitung benannten die Teilnehmenden, darunter Schülerinnen und Schüler von neun Schulen sowie Studierende und Auszubildende, zunächst zentrale Herausforderungen aus ihrer Perspektive. Dabei wurden zum Beispiel die gefühlte Sicherheit, hohe Lebenshaltungs- und Wohnkosten sowie fehlende kostenfreie Freizeitangebote und konsumfreie Treffpunkte für junge Menschen genannt.

Darauf aufbauend entwickelten die Jugendlichen kreative Zukunftsvisionen für Pforzheim und formulierten konkrete, realisierbare Maßnahmen.

In ihren Zukunftsbildern entwerfen die Teilnehmenden Pforzheim als eine moderne, grüne Stadt, in der insbesondere Menschen in schwierigen Lebenslagen, etwa bei Abhängigkeit oder Wohnungslosigkeit, Unterstützung finden. Ein zentrales Anliegen der Teilnehmenden ist es, dass Hilfs- und Unterstützungsangebote für Jugendliche, Familien und sozial benachteiligte Menschen besser bekannt sind und genutzt werden.

„Durch das inklusive Format der Zukunftswerkstatt konnten die Jugendlichen gemeinsam ein Stück Zukunft gestalten – unabhängig von ihren persönlichen Voraussetzungen. Ihre Ideen für die Weiterentwicklung der Stadt haben mich sehr begeistert,“ so Mohamed Zakzak, Inklusionsbeauftragter der Stadt Pforzheim.