
Heidelberg. Am 11. Juni beginnt die WM in den USA, Mexiko und Kanada. 48 Teams sind am Start. 104 Spiele stehen auf dem Programm. Menschenmassen im Stadion, Fanfeste, Körperkontakt – es wird gemeinsam geschwitzt, sich gedrückt, geschrien, gesungen. Fußball vereint die Welt! , 6,5 Millionen Fans aus aller Herren Länder werden erwartet – und manch einer hat vielleicht ein virales Mitbringsel im Gepäck. Viel wurde zuletzt berichtet über den Ebola-Ausbruch im Kongo oder die Hanta-Fälle in Argentinien – beides Teilnehmerländer. Und dann noch Donald Trumps Gesundheitspolitik. Aber hat die WM tatsächlich das Zeug dazu, eine „Virenschleuder“ zu werden und eine weltweite Pandemie durch irgendeinen Erreger auszulösen? Professorin Dr. Claudia Denkinger, Leiterin der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg, sagt: Eher nicht. Sie sieht die Gefahren ganz woanders.
Pforzheimer Zeitung: Freuen Sie sich auf die Fußball-WM, oder sind solche Großereignisse aus beruflicher Sicht eher der Horror für Sie?
Prof. Dr. Claudia Denkinger: Ich bin kein Fußballfan, aber ich freue mich trotzdem
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