Besuch des spanischen Königspaares in Ceuta
Felipe bezeichnete den Ansturm als «inakzeptable» Grenzverletzung.
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Besuch des spanischen Königspaares in Ceuta
Der König bekräftigte den spanischen Anspruch auf die beiden Exklaven.
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Besuch des spanischen Königspaares in Ceuta
Der letzte Besuch eines spanischen Staatsoberhaupts in Ceuta und Melilla war 2007.
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Polizei räumt Migrantenlager in Ceuta
Ende Juli waren bis zu 80.000 Migranten aus Marokko nach Ceuta gelangt. (Archivbild)
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Migranten in Ceuta
Viele Migranten hatten wochenlang unter schwierigen Bedingungen im Freien gelebt. (Archivbild)
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Politik
Nach Migrantenansturm: «Historischer» Königsbesuch in Ceuta

Zweieinhalb Monate nach dem beispiellosen Migrantenansturm in Ceuta hat Spaniens König Felipe VI. betont, dass sowohl diese Stadt als auch die zweite spanische Nordafrika-Exklave Melilla untrennbar zu seinem Land gehören. «Die Souveränität und die territoriale Integrität unseres Landes sind nicht verhandelbar», sagte der Monarch bei seinem Besuch in einer Ansprache vor Vertretern der Gesellschaft Ceutas.

Gemeinsam mit Königin Letizia versprach Felipe den knapp 85.000 Bewohnerinnen und Bewohnern der Exklave an der Straße von Gibraltar den Rückhalt der Krone, nachdem Ende Juli bis zu 80.000 Migranten aus Marokko nach Ceuta gelangt waren. «Wir werden euch nicht allein und schutzlos lassen», versprach er. Ceuta und Melilla seien ein unverzichtbarer Teil Spaniens. Zugleich sprach sich der König für gute nachbarschaftliche Beziehungen zum nordafrikanischen Land aus.

Die beiden spanischen Exklaven an der nordafrikanischen Küste werden auch von Marokko beansprucht. Die schwere Grenzkrise im Juli hatte die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez unter Druck gesetzt und die ohnehin schwierigen Beziehungen zwischen Madrid und Rabat zusätzlich belastet.

Seit dem Massenansturm hat sich die Lage in Ceuta deutlich entspannt. Nach der Räumung der letzten provisorischen Lager an den Stränden halten sich Tausende Migranten in einem zeitweiligen Aufnahmezentrum im Hafengebiet auf. Viele hatten zuvor wochenlang unter schwierigen Bedingungen im Freien gelebt. Die meisten Ankömmlinge kehrten nach Angaben der Regierung in Madrid freiwillig nach Marokko zurück.

Königspaar frenetisch bejubelt

Den Migrantenansturm hatte Felipe mehrfach als «inakzeptable» Grenzverletzung bezeichnet. Menschen, die irregulär nach Spanien einreisten, müssten «so schnell wie möglich in ihr Herkunftsland zurückkehren», forderte er in der Exklave. Er betonte aber auch: Solange diese Menschen sich in Spanien aufhielten, müssten sie mit Würde und Menschlichkeit behandelt werden.

Tausende Menschen hatten zuvor nach Schätzung des Fernsehsenders RTVE bei der Ankunft der Royals die Straßen gesäumt und das Königspaar frenetisch bejubelt. «Felipe, Felipe!» und «Viva España!» wurde skandiert. Der König und Letizia schüttelten etwa 20 Minuten lang zahlreiche Hände, spanische Fahnen wurden geschwenkt. RTVE bezeichnete den Besuch als «historisch».

Der letzte Besuch eines spanischen Staatsoberhaupts in Ceuta und Melilla liegt bereits knapp zwei Jahrzehnte zurück. 2007 waren der damalige König Juan Carlos I. und Königin Sofía dort. Felipe und Letizia wollen nun erstmals auch in Ceuta übernachten – ein Novum seit dem Ende der Franco-Diktatur Mitte der 1970er Jahre. An diesem Mittwoch wollen die Royals auch Melilla besuchen.

Lage in Ceuta inzwischen deutlich entspannt

Nach einem Empfang im Rathaus besuchten die Monarchen in Ceuta unter anderem eine Schule. Auf dem muslimischen Friedhof hielten sie eine interreligiöse Gedenkfeier für jene Menschen ab, die am 30. und 31. Juli bei dem Versuch starben, über das Meer nach Ceuta zu gelangen. Dutzende Leichen wurden damals geborgen. Die Zahl der Todesopfer wird auf mindestens 140 geschätzt. Hilfsorganisationen gehen aber von einer deutlich höheren Zahl aus.

Besuch des spanischen Königspaares in Ceuta
Mit dem Besuch setzen König Felipe und Königin Letizia ein politisches Signal.
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