Südkoreas Präsident Lee Jae Myung ist Opfer eines höchst sensiblen Datenlecks geworden. Lees persönliche Informationen sollen monatelang im Internet zugänglich gewesen sein, wie eine Recherche des südkoreanischen öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders KBS enthüllte. Darunter waren Passnummern, Geburtsdaten sowie Angaben zur Gültigkeit der Reisepässe. Betroffen waren demnach nicht nur der Präsident selbst, sondern auch seine Ehefrau, Sicherheitsberater, Büromitarbeiter, Personenschützer, sein Leibarzt sowie mehrere Journalisten.
Die Daten waren laut KBS in einer Excel-Datei mit dem Titel «Passagierliste (Republik Korea-Belgien)» auf einer kostenpflichtigen Sicherheitsplattform veröffentlicht worden. Bei der Datei soll es sich um die Passagierliste des Präsidentenflugzeugs während Lee Jae Myungs Europareise im Juni gehandelt haben. Die Datei war bereits eine Woche vor Beginn der Reise hochgeladen worden und konnte von zahlenden Nutzern heruntergeladen werden.
Sicherheitslücken und Datenlecks
Das Präsidentenbüro hat eine Prüfung des Sachverhalts sowie umgehende Gegenmaßnahmen angekündigt. Obwohl Südkorea als eines der technologisch fortschrittlichsten und am stärksten vernetzten Länder der Welt gilt, steht das Land beim Schutz persönlicher Daten und der Cybersicherheit immer wieder wegen Sicherheitslücken und Datenlecks in der Kritik.
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