Auf der US-Airbase Spangdahlem in der Eifel ist ein Kampfjet vom Typ F-16 abgestürzt. Der Pilot habe sich sicher per Schleudersitz retten können und werde medizinisch behandelt, teilte die Airbase mit. Der Absturz ereignete sich demnach gegen 14.30 Uhr. Die Ursache für das Unglück werde derzeit untersucht.
Die Maschine ist bei dem Crash vollständig zerstört worden. Ausgebrannte Flugzeugteile liegen auf dem Gelände. Die F-16 der US-Luftwaffe gehört zum 52. Jagdgeschwader, das auf dem US-Militärstützpunkt stationiert ist.

Bei den Löscharbeiten war auch der Brand- und Katastrophenschutz des Eifelkreises Bitburg-Prüm im Einsatz. «Zum Unfallhergang sowie zu weiteren Einzelheiten des Ereignisses können seitens des Eifelkreises derzeit keine Angaben gemacht werden», teilte der Kreis in Bitburg mit. Nach ersten Erkenntnissen sei ein Mensch verletzt worden.
Weitere Abstürze zuvor bei Spangdahlem
In Spangdahlem ist eine F-16-Kampfjetstaffel mit rund 20 Flugzeugen beheimatet. Die Staffel, die weltweit Einsätze der US Air Force und der Nato unterstützt, ist das Kernstück des Flugplatzes. Der Standort zählt nach jüngsten Angaben rund 5.000 militärische und zivile Mitarbeiter - plus Angehörige. Der US-Flugplatz ist auch Arbeitgeber für 700 bis 800 Deutsche.
Zuletzt war im Oktober 2019 ein US-Kampfjet vom Typ F-16 in der Nähe der Airbase in einem Wald bei Zemmer-Rodt (Kreis Trier-Saarburg) abgestürzt. Der Pilot hatte sich damals bei dem Routine-Übungsflug mit dem Schleudersitz aus dem Flugzeug gerettet: Er kam mit leichten Verletzungen davon.
Airbase in der Eifel ist wichtiger Standort
Im September 2006 stürzte eine F-16 aus Spangdahlem bei Oberkail in der Eifel ab - auch hier rettete sich der Pilot mit dem Schleudersitz. Im April 2011 ging ein weiteres US-Militärflugzeug aus Spangdahlem bei Laufeld in der Eifel zu Boden, der Pilot überlebte verletzt.

Die US-Luftwaffe ist seit Mitte der 1950er Jahre in Spangdahlem präsent. Die Airbase Spangdahlem gilt neben Ramstein bei Kaiserslautern in der Pfalz als eine der wichtigsten Flugplätze für das US-Militär. Vor einigen Jahren gab es Abzugspläne unter dem damaligen wie heutigen US-Präsidenten Donald Trump, die die US-Regierung aber nicht umsetzte und 2021 auf Eis legte. Die Entscheidung sorgte damals in der Eifel für große Erleichterung.
© dpa-infocom, dpa:260922-930-727096/4

