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Startschuss mit Schirm und Abstand: Michael Nothacker (links) eröffnet den Lauf für Günter Krehl vom VfL Ostelsheim.  Foto: Meister 

Abkühlung für Läufer in Höfen kommt von oben: Trotz Regen und Abstandsregeln überwinden 39 Teilnehmer rund 220 Höhenmeter

Höfen. „Vom Regen lasse ich mich sicher nicht abhalten, die Hauptsache ist, dass es stattfindet“, freut sich Uta Groeper vom TSV Kuppingen. Nicht nur Groeper ging es so, sondern auch die anderen 39 Starter scharrten mit den Laufschuhen und warteten gespannt auf den Start. Die Corona-Krise hat die Läuferszene hart getroffen, denn seit Mitte März finden keine offiziellen Veranstaltungen mehr statt. Doch Michael Nothacker vom SV Oberkollbach nutze die aktuellen Corona-Vorgaben des Landes Baden-Württemberg und zeigte, dass eine Laufveranstaltung unter diesen Bedingungen möglich ist.

Beim Cool-Beach-Trail in Höfen nahmen die Starter die 2,4 Kilometer vom Höfener Bahnhof bis zur Sitzbankhütte mit einer Höhendifferenz von 220 Meter auf sich. Anders als im Vorjahr fand kein gemeinsamer Start statt, sondern die Läufer starteten im Abstand von fünf Minuten. Ein kurzer Plausch fiel aus, das Warmlaufen gestaltete jeder für sich und auch bergab ging es wieder allein. Die Läufer nahmen ihre Zeit selbst und übermittelten diese an Nothacker. Statt der mit der beim Cool-Beach-Trail verbundenen Abkühlung im Freibad ging es nach dem Lauf sofort zurück. Allerdings mussten die Sportler nicht auf das kühle Nass verzichten, denn bereits vor dem ersten Starter zogen kräftige Regenschauer über die Region. „Würde jede Woche eine Veranstaltung stattfinden, dann wäre ich bei diesem Wetter vermutlich nicht gelaufen, aber so ist es selbstverständlich“, so Tim Weber (SV Oberkollbach). „Die Motivation hat mir in den vergangenen Wochen gefehlt, deshalb ist die Initiative von Michael Nothacker lobenswert“, so Oliver Wendel (Sommerbergläufer). „Ich habe es einfach vermisst“, schlug Christoph Cremer (Laufteam Effringen) in die gleiche Kerbe. Um Wettkampfluft zu schnuppern, nahmen Christoph Hillebrand (TF Feuerbach), bester deutscher Starter beim Zugspitz-Lauf 2019, oder Sergej Duppar (VfL Sindelfingen) den weiten Weg auf sich.

„Mit 40 Startern haben wir beim Cool-Beach-Trail trotz diesen Bedingungen einen neuen Starterrekord“, zeigte sich Nothacker überwältigt. Bei besten Wetter nahmen im vergangenen Jahr lediglich 13 Läufer in Höfen teil. Seit Jahren zeigen sich die Veranstaltungen von Nothacker ideenreich und verschiedene Sportarten werden kombiniert. Die Erlöse kommen der Kinderklinik in Schömberg zugute und sind mittlerweile auf rund 30 000 Euro angewachsen. Selbst die bayerische Berglauflegende Helmut Reitmeir wurde auf die Läufe aufmerksam und spendete deshalb zuletzt. Daniel Kirchenbauer (VfB Pfinzweiler) und Esther Johnen-Ahsbahs (SC Neubulach) gewannen in den einzelnen Kategorien.