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Umweltfreundlich war die Radlergruppe der evangelischen Kirchengemeinde Illingen unterwegs.  Foto: Ev. Kirchengemeinde Illingen 

Abstecher auf die Schwäbische Alb: Kultur-Radler der Kirchengemeinde Illingen absolvieren erlebnisreiche Tour

Illingen. „Einen Kittel kälter ist es auf der Schwäbischen Alb“, stellten die Kultur-Radler unisono fest. Ohne ein paar Handschuhe wollten die Pedaleure nicht aufs Rad steigen. Denn die diesjährige Kultur-Rad-Tour der evangelischen Kirchengemeinde Illingen führte auf die Schwäbische Alb.

Problemlos wurden die 14 Radlerinnen und Radler mit der Bahn und nur einem Umstieg zum Zielort nach Amstetten auf der Alb transportiert. Die Radgruppe war eine Woche auf dem „Albtäler Radweg“ unterwegs. Umweltfreundlich und erlebnisreich. Rund 260 Kilometer führte die Tour in einem Rundkurs von Amstetten durch verschiedene Albtäler im Unesco-Geopark Schwäbische Alb. Das urgeschichtliche Lonetal mit seinen Höhlen wurde durchradelt und das Eselsburger Tal mit bizarren Gesteinsformationen erlebt. Das Eybtal, das Roggental sowie das Obere Filstal lagen auf der gut ausgewählten Strecke. Vorbereitet, organisiert und durchgeführt hatten die Tour Andreas Kühnle, Elke Henz und Thomas Knodel. Jeden Tag gaben Führungen eine interessante Ergänzung zur Landschaft. Die alte Schönrainmühle im Lonetal wurde in Augenschein genommen. Der Bürgermeister hatte sich Zeit genommen und führte die Gruppe. In Langenau besuchten die Radler die Landeswasserversorgung und gewannen einen wertvollen Einblick in die aufwendige Aufbereitung von Wasser zu Trinkwasser. Ein besonderes Erlebnis war die Vogelherdhöhle. Vor 40 000 Jahren lebten hier Menschen. Schnitzwerke wurden gefunden. Ein Pferd aus Elfenbein zeugt noch davon. Im Schloss Weißenstein wurde fotografische Kunst erlebt. Ein Microversum der besonderen Art. In Geislingen gewann die Rad-Gruppe beim Besuch der Altstadt einen Blick auf die Stadtgeschichte und in Deggingen wurde die Klosterkirche Ave Maria besichtigt. Bis vor wenigen Jahren wirkten hier Mönche des Kapuzinerordens. Schlusspunkt der Kultur-Rad-Tour war der Abstieg in die Laichinger Tiefenhöhle. In einer Abendrunde wurde jeder Tag noch einmal reflektiert und mit einem Abendgebet abgeschlossen.