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Die Vollsperrung in Höfen spaltet den Ort im wahrsten Sinne des Wortes. 

Ärger wegen Kreisverkehr in Höfen: Verwaltung wird zur Zielscheibe

Höfen. Die Vollsperrung in Höfen soll noch bis zum 12. September andauern. Der Unmut über diese Auswirkungen des Baus des Kreisverkehrs ist gegenwärtig groß: Das schreibt Bürgermeister Heiko Stieringer in einer Mitteilung.

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Rathauses, aber auch er selbst seien wiederholt zur Zielscheibe von Aggressionen und Beschimpfungen geworden, die weit über das Normale hinausgingen. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Rathauses, aber auch er selbst seien wiederholt zur Zielscheibe von Aggressionen und Beschimpfungen geworden, die weit über das Normale hinausgingen.

Stieringer ruft daher vor allem die Höfener Bürger zu mehr Umsicht auf: „Ich bin schon enttäuscht über die Unvernunft und das kontraproduktive Verhalten mancher Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf die dringend erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation in Höfen. Ziel der Maßnahme ist schließlich der Schutz der Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger.“ Die Gemeinde wolle unter anderem den Schulweg mit dann insgesamt drei Fahrbahnquerungen noch sicherer machen und gleichzeitig das Ortszentrum optisch aufwerten.

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Laut Stieringer führe die durch die Bauarbeiten hervorgerufene Zweiteilung des Ortes zu großen Diskussionen – nicht nur in der Bürgerschaft. Absperrungen und Beschilderungen würden zunehmend von vielen Verkehrsteilnehmern missachtet und zu problematischen und teilweise gefährlichen Verkehrssituationen führen.

Kontrollen sei jedoch Sache der „ebenfalls personell unterbesetzten Polizei“, so Stieringer. „Ich verstehe, dass die Baustellensituation für viele vorübergehend eine große Belastung darstellt. Aber das darf nicht dazu führen, dass Regeln missachtet und der Frieden in der Dorfgemeinschaft gefährdet wird.“ Auch Planung und Durchführung würden übergeordneten Behörden obliegen. „Wir alle sind die Nutznießer dieser Maßnahme,“ betont der Bürgermeister. Durch den Kreisverkehr werde Lärm reduziert. Die Vollsperrung sei nötig, um den Bau zu beschleunigen. Dadurch sei es möglich, dass zwei Kolonnen parallel arbeiten.