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Ein Baumstumpf entwurzelt wurde bei einem schweren Auto-Unfall, nachdem ein 15-Jähriger kurz vor dem Salmbacher Ortseingang die Kontrolle über den Wagen seines Vaters verloren hatte.
Ein Baumstumpf entwurzelt wurde bei einem schweren Auto-Unfall, nachdem ein 15-Jähriger kurz vor dem Salmbacher Ortseingang die Kontrolle über den Wagen seines Vaters verloren hatte. © Ketterl
27.09.2005

Alkoholisierter 15-Jähriger fährt Auto zu Schrott: Vier Verletzte

ENGELSBRAND-SALMBACH. Nachdem ein 15-Jähriger mit dem Wagen seines Vaters in der Nacht auf vergangenen Samstag einen schweren Auto-Unfall verursacht hat, wird der Schüler jetzt auf jeden Fall mit einer Führerscheinsperre zu rechnen haben.„Alles weitere wird vom Ausgang des gegen ihn eingeleiteten Strafverfahrens abhängen“, erklärt der Vorsitzende des Kreisverbandes Pforzheim/Enzkreis im Fahrlehrerverband Baden-Württemberg, Bernd Kästner, auf Anfrage der PZ.

Der alkoholisierte 15-jährige Schüler war nach Polizeiangaben in der Nacht auf Samstag mit dem Renault Clio seines Vaters ohne dessen Wissen auf der Landstraße 562 von Langenbrand Richtung Salmbach auf Grund überhöhter Geschwindigkeit auf Splitt von der Straße abgekommen und gegen mehrere Bäume geprallt. Seine drei gleichaltrigen Mitfahrer wurden zum Teil schwer verletzt. Über ihren Gesundheitszustand konnte die Polizeidirektion Pforzheim keine Auskunft geben.

Das Strafmaß hängt bei diesem auch als „Joyride“ bezeichneten Gesetzesverstoß stark vom Einzelfall ab. „Wenn Personen verletzt wurden, ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass es Auswirkungen auf den Führerschein haben wird“, sagt Pia Scheffelmeier von der Führerscheinstelle des Landratsamtes Enzkreis.

Im schlimmsten Fall müsse der 15-Jährige, bevor er mit seiner Führerschein-Ausbildung beginnt, einemedizinisch-psychologische Untersuchung durchführen lassen, um festzustellen, ob er überhaupt führerscheintauglich ist.

Nach Angaben der Pressestelle der Polizei Pforzheim kommen solche „Joyrides“ nicht sehr häufig vor, haben aber oft wie im vorliegenden Fall schlimme Folgen für alle Beteiligten. mp