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Das Bahnhofsgebäude in Bad Wildbad soll wieder im alten Glanz erstrahlen.
Das Bahnhofsgebäude in Bad Wildbad soll wieder im alten Glanz erstrahlen.
18.07.2017

Alter Bahnhof in Bad Wildbad soll Publikumsmagnet werden

Bad Wildbad. Thomas Sperr und sein Sohn Lucas, zwei Stuttgarter Steuerberater, haben das Bahnhofsgebäude in Bad Wildbad gekauft. Nach mehrmaligem Nachfragen teilten sie nun mit, was mit der Immobilie geplant ist. Das im Jahre 1868 errichtete Bauwerk hat drei Geschosse sowie eine Nutzfläche von rund 1800 Quadratmetern – etwa 300 sind vermietet. Wobei die zwei Wohnungen und der Zeitungskiosk bleiben sollen.

Das war bislang zu erfahren. Mehr nicht. Man habe große Pläne, könne aber keine Informationen geben, da die Gespräche mit der Stadt noch liefen, hieß es in den vergangenen Monaten. Im April sagte Thomas Sperr, dass im Mai der Stadtverwaltung das geplante Konzept vorgestellt werden solle. Noch lasse er „die Katze nicht aus dem Sack“. Da mittlerweile ihre Vorhaben und Konzepte der Stadt und dem Baurechtsamt vorgestellt worden seien, könne man Näheres sagen, ließ Lucas Sperr nun wissen.

Im Bereich der ehemaligen Bahnhofsgaststätte (Erdgeschoss, Südflügel) entsteht ein familiengeführtes Café im Stil eines Wiener Kaffeehauses. „Das Café wird im Mittelbau durch ein Einzelhandelsgeschäft mit Feinschmeckerprodukten wie beispielsweise frischem Röstkaffee, eigenen Schokoladen, Pralinen, Tees und weiteren Spezialitäten ergänzt“, teilen die Besitzer der Immobilie weiter mit.

Der Zeitschriften-Laden Eckert, welcher sich derzeit noch im Mittelbau befindet, zieht in den Nordflügel um. Da dort größere Flächen zur Verfügung stehen, wird das Sortiment um einen Backshop erweitert. Im Bereich des Mittelbaus ist ein gastronomisches Konzept mit dem Charakter eines Brauhauses geplant. Der Bereich des Bahnhofvordachs soll verglast werden, um somit insgesamt mehr als 175 Sitzplätze bereitstellen zu können.

Zusätzlich soll auf den Grünflächen zwischen dem ehemaligen Waschhaus und den Bahngleisen ein Biergarten für diese Gastronomie entstehen.

„Unsere Verhandlungen mit diversen Brauereien und potenziellen Pächtern sind jedoch noch nicht abgeschlossen, so dass wir für weitere Interessenten aufgeschlossen sind“, informieren die Sperrs. Im ersten Obergeschoss des Mittelbaus und des Nordflügels werden neben den sanitären Einrichtungen und Personalräumen der Gastronomie auch Büroflächen mit rund 240 Quadratmetern untergebracht, welche teilweise noch nicht vermietet sind.

Im zweiten Obergeschoss des Nordflügels stellt man zwei Räume der Deutschen Bahn zur Verfügung. Die restlichen Flächen nutzt ein bereits ortsansässiger Steuerberater.

Die beiden Wohnungen im ersten und zweiten Obergeschoss des Südflügels bleiben bestehen. „Im ehemaligen Waschhaus auf der Südseite des Bahnhofgeländes können wir uns unter anderem einen Imbiss mit Hamburger, Currywurst und Pommes vorstellen“, informieren die Steuerberater aus Stuttgart. Eine solche „Currywurst-Bude könnte unter anderem für die Schüler des Enztal-Gymnasiums interessant sein.

Erfahrene Gastronomen für das Brauhaus und den Imbiss sowie Interessenten für die Büroflächen können sich unter der Telefonnummer (0151)25378014 oder unter der Adresse L.Sperr@stb-sperr.de melden.

„Wir freuen uns bereits sehr auf die Sanierungsarbeiten, insbesondere auf die Reinigung der Fassade und Aufbereitung der alten Fenster- und Türelemente, um das Gebäude wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen“, teilen Thomas und Lucas Sperr auf Anfrage außerdem mit.