Vaihingen. Der 24. August wird rückblickend für Vaihingen an der Enz ein historischer Tag sein. Der Baustart auf dem Enßle-Areal bildet nicht nur das Startsignal für die sichtbaren Arbeiten zur Bürgergartenschau „Vaihingen ENZückt 2029“ und die damit verbundene Metamorphose – hin zu einer schmucken Stadt mit hoher Aufenthaltsqualität für alle Generationen an einer erlebbaren Enz.
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Er setzt gleichzeitig einen friedvollen Schlusspunkt unter einen zehnjährigen Streit über die Nutzung des Geländes und den Umgang mit den historischen Bürgergärten in den angrenzenden Köpfwiesen.
Der Abtrag nicht mehr nutzbarer Gebäudeteile schafft 3000 Quadratmeter entsiegelten Freiraum: für Grün, Stadtklima, neue Wege und Möglichkeiten.


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Ein Blick zurück
Die historischen Gärten in den Köpfwiesen zwischen Enz und Altstadt sind ein besonderes Zeugnis städtischer Gartenkultur. Seit Jahrhunderten wurden sie von ihren Nutzern liebevoll bewirtschaftet und gepflegt. Die Pläne der Stadtverwaltung, das Enßle-Gebäude durch einen Wohn- und Geschäftskomplex zu ersetzen und dafür drei der Gärten in den angrenzenden Köpfwiesen zu opfern, stießen im Jahr 2016 auf Widerstand in Teilen der Stadtgesellschaft. Die Befürworter, darunter viele Fraktionen im Gemeinderat sowie Vertreter aus Wirtschaft und Handel, sahen in dem Geschäftskomplex die große Chance auf eine Anbindung des Areals an die Altstadt sowie eine Belebung der Innenstadt.
Eine neu gegründete Bewegung fand jedoch das Naherholungsgebiet an der Enz gefährdet und kippte den geplanten Einkaufskomplex im Jahr 2018 mit einem Bürgerentscheid. Zur Erinnerung: Wer mit „Ja“ stimmte, sprach sich dagegen aus, den bisherigen Enßle-Bau unmittelbar durch ein Wohn- und Geschäftsgebäude zu ersetzen. Wer mit „Nein“ stimmte, befürwortet eine Änderung des bisherigen Bebauungsplans Köpfwiesen und den besagten Neubau.


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Wichtige Entscheidung
Bis zum Jahr 2021 sollte der Bebauungsplan also nicht geändert werden. 4823 Wahlberechtigte stimmten mit Ja, 3575 mit Nein. Die Stimmbeteiligung lag bei 37,19 Prozent. Auch im Leitbildprozess aus jener Zeit bewerteten mehr als 40 Prozent der teilnehmenden Vaihinger die touristische Entwicklung der Gesamtstadt als sehr wichtig.



