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Bürgermeister Thomas Fritsch, Irmela Nagel vom Verein „miteinanderleben“, Pfarrerehepaar Daniel und Erika Hafner sowie Sozialarbeiterin Silke Wuff (von links) freuen sich über die große Bereitschaft von Ehrenamtlichen, sich für Flüchtlinge in Mönsheim einzusetzen. Foto: Späth
Bürgermeister Thomas Fritsch, Irmela Nagel vom Verein „miteinanderleben“, Pfarrerehepaar Daniel und Erika Hafner sowie Sozialarbeiterin Silke Wuff (von links) freuen sich über die große Bereitschaft von Ehrenamtlichen, sich für Flüchtlinge in Mönsheim einzusetzen. Foto: Späth
01.10.2015

Arbeitskreis Asyl soll in Mönsheim entstehen

Miteinander und nicht nebeneinander sollen Bürger und Flüchtlinge leben. Was die Bürger konkret tun können, um den ankommenden Asylbewerbern den Start in ihre neue Umgebung zu erleichtern, wurde in Mönsheim in der Alten Kelter besprochen. Ab Mitte November sollen etwa 50 Flüchtlinge in einer Containeranlage im Gewerbegebiet „Langer Graben“ untergebracht werden.

„Wir möchten die Menschen in unserer Gemeinde herzlich willkommen heißen und ihnen Hilfestellung für ein normales Leben leisten“, unterstrich Bürgermeister Thomas Fritsch. Ehrenamtliche seien hierzu unentbehrlich. Damit die Arbeit der Ehrenamtlichen bestmöglich organisiert werden kann, soll in Mönsheim ein Arbeitskreis Asyl mit unterschiedlichen Betätigungsfeldern entstehen. Unterstützung erhalten die Ehrenamtlichen durch den Verein „miteinanderleben“, der im Auftrag des Landratsamtes für die Betreuung der Flüchtlinge zuständig ist. Pfarrerehepaar Erika und Dieter Hafner, Sozialarbeiterin Silke Wuff, Bürgermeister Thomas Fritsch und Irmela Nagel vom Verein „miteinanderleben“ stellten gemeinsam die sechs Betätigungsfelder vor, in denen sich die Bürger in Gruppen ehrenamtlich betätigen können. Diese sind: Öffentlichkeitsarbeit/Spendenverwaltung, Jobsuche/Wohnungssuche, Freizeitbeschäftigung, Hausaufgabenbetreuung/Schulpartnerschaft, eine Sprachgruppe und eine Willkommensgruppe. „Es ist wichtig, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, damit die Asylbewerber ein selbstständiges Leben führen können“, sagte Nagel. Es gab auch Fragen aus der Bürgerschaft nach mehr Unterstützung aus dem Landratsamt. Nagel versicherte, dass die Unterkünfte regelmäßig von Mitarbeitern des Landratsamts besucht würden. Einige Bürger fragten nach der Dauer des Aufenthalts der Flüchtlinge in Mönsheim und nach genaueren Angaben zu Herkunft und Alter. Dies erfahre man erst kurz vor der Ankunft, erläuterte Nagel. Die Frage nach einem Zeitrahmen für die ehrenamtliche Tätigkeit dagegen konnte leicht beantwortet werden: „Jeder kann sich die Zeit so einteilen, wie er möchte, ohne sich selbst zu überlasten.“