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In diesem Männergrab aus der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts war der Tote mit Spatha (zweischneidiges Hiebschwert) und Lanze (nicht im Bild) bestattet worden. Quelle: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart/Damminger 

Archäologen legen auf Knittlinger Neumo-Gelände letzten Abschnitt von Gräbern aus der Merowinger-Zeit frei

Knittlingen. Schon Ausgrabungen in den 1920er-Jahren haben gezeigt, dass die Vorfahren der heutigen Knittlinger Bürgerinnen und Bürger zu den Gefolgsleuten der Merowinger zählten. Das älteste Königsgeschlecht der Franken prägte im gallisch-germanischen Raum die Epoche des Übergangs von der Spätantike bis zum frühen Mittelalter (500 bis 800 nach Christus) und wurde schließlich von den Karolingern abgelöst. Im vergangenen Jahr sind nun Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege (LAD) bei den Vorarbeiten zum geplanten Wohngebiet auf dem ehemaligen Neumo-Areal im Gewann „Bergfeld“ auf ein neues, umfangreiches Gräberfeld gestoßen. Dabei haben die Historiker bis dato weit über 100 Gräber untersucht und dabei neben zahlreichen Skeletten auch Beigaben wie Waffen und Schmuck entdeckt. Momentan wird der letzte Abschnitt des Knittlinger Gräberfeldes freigelegt. Und die PZ durfte den Archäologen über die Schulter schauen.

„Die örtliche Merowinger-Elite ist vor allem durch die Beigaben in den Körpergräbern gut zu identifizieren“ - Dr. Folke Damminger,

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