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Mitte Juli hatte die Polizei den Öschelbronner Nacktspaziergänger schon einmal unter Einsatz von Pfefferspray aus dem Landratsamt führen müssen. Symbolbild: Seibel 

Auf den Spuren des nackten Spaziergängers in Öschelbronn

Niefern-Öschelbronn. Am Samstag wurde in Niefern von der Polizei ein dunkelhäutiger Mann aufgegriffen, der nackt durch den Ort spazierte. Am Mittwoch wurde nun bekannt, dass es sich bei dem Mann um den 22-jährigen Flüchtling aus Gambia handelt, der Mitte Juli von der Polizei unter Einsatz von Pfefferspray aus dem Landratsamt geführt werden musste, nachdem er sich dem Hausverbot widersetzt und schließlich die Beamten attackiert hatte. Das bestätigte sowohl die Sozialdezernentin des Enzkreises, Katja Kreeb als auch Polizeisprecher Fritz Bachholz.

Der Mann, der seit 2015 in einer Asylunterkunft an der Öschelbronner Ortsmitte wohnt, sei schon mehrfach auffällig gewesen, psychisch krank und habe ein Drogenproblem, so die Behörden. Nach seinem Nackt-Spaziergang sei er vorübergehend in die Psychiatrie eingewiesen worden. Drogen seien bei dem Mann nicht sichergestellt worden, so Bachholz. Hausverbot im Landratsamt habe er bekommen, nachdem er Mitarbeitern gegenüber verbal aggressiv gewesen sei, so Kreeb.

Es ist die Mischung aus Aggression, Drogen und seelischer Störung, die etliche Öschelbronner beängstigt. Der Nieferner FDP-Landtagsabgeordnete Erik Schweickert, der die Klagen der Öschelbronner Bürger kennt, erklärte, er habe bereits eine Anfrage zu verhaltensauffälligen Flüchtlingen an die Landesregierung gestellt. Es gehe darum, „zu prüfen, welche konkreten Maßnahmen von welcher staatlichen Stelle ergriffen werden können“, so Schweickert.

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