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Der Eingang des Hirsauer Tunnels bei Calw.  Foto: dpa-Archiv 

Aufbruch in ein neues Bahnzeitalter: Das bringt die Hesse-Bahn den Schömbergern

Calw. Das ist im Bahnverkehr ganz selten: Der Kreis Calw belebt wieder die 1983 stillgelegte Schienenverbindung von Calw nach Weil der Stadt. Vor 36 Jahren fuhr in der Hermann-Hesse-Stadt der letzte Zug Richtung Stuttgart ab. Jetzt wird bis 2023 die vor fast vier Jahrzehnten aufgegebene Strecke für rund 70 Millionen Euro umgebaut für eine Bahnlinie, die mit der Fortführung bis Renningen eine große Bedeutung für die Region hat. Die PZ erläutert die wichtigsten Fragen zu dem aufwendigen Bahnprojekt.

Was haben die Einwohner des Landkreises von der neuen Zuglinie?

Für viele Berufspendler gibt es damit eine Alternative zum Auto. Wer von Calw beispielsweise zum Daimler-Werk in Sindelfingen will, muss sich nicht mehr über verstopfte Straßen quälen.

Wie sieht das für Reisende aus dem Raum Schömberg aus?

Nicht gut. Theoretisch könnten auch Fahrgäste aus der Gemeinde Schömberg von der neuen Bahnlinie profitieren. In einer Viertelstunde wären sie in Hirsau. Doch dort gibt es die frühere Haltestelle nicht mehr. Und sie ließe sich auch nicht mehr anlegen, so Michael Stierle vom Landratsamt als Geschäftsführer des Zweckverbandes für die Hesse-Bahn. Die Flächen beim ehemaligen Hirsauer Bahnhof seien im Lauf der Zeit überbaut worden. Zudem habe dort die Sanierung der alten Deponie die Landschaft komplett neu zugeschnitten, so Stierle – „unsere Strecke verläuft anders, sie passiert den einstigen Bahnhof in großem Abstand.“

Gibt es Anschlüsse zum Enzkreis?

Der neue Hesse-Bahnverkehr könnte mit einem Stopp in Malmsheim auch in den Enzkreis hinein strahlen. Der Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) hat vor einem Jahr gemeinsam mit dem Kreis Böblingen und Busunternehmen ein dickes Paket für gute Verbindungen zwischen Heckengäu-Gemeinden, dem Bosch-Forschungscampus in Malmsheim und dem dortigen Bahnhof geschnürt, wie die PZ berichtete.

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