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Bahnübergänge (Symbolbild) stehen hin und wieder im Fokus der Lokalpolitik. Aktuell ist in Mühlacker eine entsprechende Debatte entbrannt.  Foto: Meyer 

Bahnübergang in Mühlacker soll unbedingt erhalten bleiben

Mühlacker. Im Gemeinderat sind sich die Freien Wähler und die CDU nicht immer grün – in Sachen Bahnübergang „Hohleiche“ im Lugwald ziehen die beiden Mühlacker Fraktionen nun aber an einem Strang. Denn das Ziel ist klar: Der Übergang soll unbedingt erhalten bleiben.

Zur Vorgeschichte: Ende 2017 teilte die Deutsche Bahn mit, dass der Bahnübergang aufgrund veralteter Technik und der damit verbundenen Sicherheitsprobleme durch eine neue, modernere Anlage ersetzt werden soll. Im August 2020 wurde ein erster Entwurf des neuen Bahnübergangs zur Prüfung vorgelegt. Im Januar 2021 teilt die Deutsche Bahn überraschend mit, dass ein Ersatz des Bahnübergangs nicht weiterverfolgt wird und die bestehende Anlage zurückgebaut werden soll.

Aufgrund dieser Entwicklung gab es im Februar 2021 einen Termin seitens der Stadt mit der Bahn, um dem ersatzlosen Rückbau zu widersprechen. „Die Deutsche Bahn wurde aufgefordert, den Übergang zu erhalten und sofern dies begründet nicht möglich ist, alternative Wegeführungen insbesondere für das Fußgänger- und Radwegenetz zu schaffen“, teilt Oberbürgermeister Frank Schneider mit.

Im Mai dieses Jahres legte die Bahn dann wiederholt eine Planung des Übergangs vor, welcher den Ersatz der Anlage skizziert. Die Planung ist bislang aber nicht genehmigt. Es bleibt daher weiter offen, in welcher Form der Bahnübergang „Hohleiche“ bestehen- bleibt oder ersetzt wird. Nun schaltet sich FW-Stadtrat Ulrich Hagenbuch in die Sache ein: „Uns Freien Wähler ist das Thema der Radmobilität sehr wichtig, sie sollte gefördert und nicht eingeschränkt werden. Dies würde den dortigen Radweg nämlich sehr tangieren.“

Weiterhin, so Hagenbuch, sollte zukünftig das Spazierengehen auf den Waldwegen ohne Einschränkungen möglich sein. „Dies ist auch eine Aufgabe der übergeordneten Behörden oder Institutionen – in diesem Fall der Deutschen Bahn.“

Dies sieht die CDU-Fraktion sehr ähnlich, wie im Rahmen einer Radtour mit dem Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum offensichtlich wurde. Krichbaum will sich laut Mitteilung der Fraktion direkt bei der Bahn für den Erhalt des Übergangs einsetzen. Stadtrat Matthias Trück hatte, als er die Radtour des CDU-Stadtverbandes auf Mühlacker Wegen plante, die Idee: Die Hohleichen-Passage muss extra als Haltpunkt einbezogen werden. „Das Wegenetz ist bei Spaziergängern äußerst beliebt und auch ebenso Teil einer überörtlichen Radwegeführung“, meinte Trück vor Ort den etwa 20 Teilnehmern der fast zweistündigen Fahrt.

Mehr lesen Sie am Freitag, 10. September, in der „Pforzheimer Zeitung - Region Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news.

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Maximilian Lutz

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