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Die Liste „Land“ in Wiernsheim äußert Skepsis bezüglich der innerörtlichen Verdichtung und erntet dafür Kritik.  Foto: Adobe Stock 

Baulücken werden zum Konfliktthema: Ist die innerörtliche Verdichtung in Wiernsheim in Gefahr?

Wiernsheim. Die Liste „Land“ verweigert die Mitarbeit bei einem Arbeitskreis zur innerörtlichen Verdichtung in Wiernsheim. Die plötzliche Meinungsänderung sorgte nun für Unruhe im Gremium.

Da war die Überraschung im Wiernsheimer Gemeinderat bei der jüngsten Sitzung schon groß: Die Liste „Land“ weigerte sich, bei einem in der Sitzung beschlossenen neuen Arbeitskreis mitzumachen, der sich der innerörtlichen Verdichtung widmet. „Ich bin dabei, aber nur, wenn in den nächsten fünf Jahren kein neues Baugebiet ausgewiesen wird“, positionierte sich Jörg Blessing (Liste „Land“) gegen seine aktive Mitwirkung in dem Arbeitskreis.

Diese Meinung teilte auch seine Fraktions-Kollegin Anja Sadler-Glos. Diese Aussagen sorgten im Ratsgremium für überraschte Gesichter. Denn vor kurzem erst hatte die Liste „Land“ einen Vortragsabend in Wiernsheim initiiert, in dem es genau um das Thema ging, die Leerstände im Ort mit neuem Wohnraum in Einklang zu bringen.

„Höchst undemokratisch“

„Ich halte das für höchst undemokratisch und erpresserisch“, kommentierte Bürgermeister Karlheinz Oehler deutlich die Haltung der Liste „Land“, den Arbeitskreis innerörtliche Verdichtung von dem Bürgerentscheid gegen das Wohngebiet Mühlacker Straße abhängig zu machen. Denn kurz zuvor hatte der Gemeinderat in der Sitzung mit einer Zweidrittelmehrheit erneut für den Aufstellungsbeschluss des umstrittenen Baugebietes votiert.

Mehr darüber lesen Sie am Donnerstag, 27. Februar, in der „Pforzheimer Zeitung“ (Ausgabe Mühlacker) oder im E-Paper auf PZ-news.