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Auch zu Maischerzen lud die Thematik rund um neue Baugebiete in Wiernsheim in diesem Jahr ein.  Foto: Prokoph 
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Ob auch in Mühlhausen bald ein Neubaugebiet entstehen wird? Diese Frage treibt derzeit in Mühlacker viele Bürger um.  Foto: Ketterl 

Bürgerentscheid in Wiernsheim soll Streit um Baugebiet klären

Wiernsheim. Es gibt kaum eine Gemeinde im östlichen Enzkreis, die bei der Erschließung von Neubau- und Gewerbegebieten in den vergangenen Jahre derart aktiv gewesen ist wie Wiernsheim. Doch was das geplante Neubaugebiet an der Mühlackerstraße anbelangt, sehen sich Gemeindeverwaltung und Gemeinderat, der den Bebauungsplan „Mühlackerstraße“ bereits im November 2019 mehrheitlich beschlossen hat, mit heftigem Widerstand aus der Einwohnerschaft konfrontiert.

Mittlerweile sind die Weichen für einen Bürgerentscheid gestellt, den eine Wiernsheimer Bürgerinitiative (BI) mit über 700 Unterschriften angestrengt hat. Am Sonntag, 28. Juni, müssen nun die Gemeindemitglieder bei einer Wahl entscheiden, ob der Ratsbeschluss für den Bebauungsplan „Mühlackerstraße“ gekippt wird oder nicht. Deswegen skizziert die „Pforzheimer Zeitung“ noch einmal die Positionen und Beweggründe der Befürworter und Gegner des Wiernsheimer Bauprojekts.

Von Anfang an hat sich Bürgermeister Karlheinz Oehler genauso wie eine Mehrheit im Gemeinderat für das neue Baugebiet eingesetzt, das am Wiernsheimer Ortsrand Richtung Pinache neben dem Wohngebiet „Scheurengärten“ entstehen soll. Rund 2,4 Hektar misst die Fläche, auf der über 40 Bauplätze geplant sind. Man müsse bei dem Sachverhalt vor allem bedenken, sagt der Wiernsheimer Rathauschef, dass der Kommune laut des aktuellen Flächennutzungsplans neben der „Mühlackerstraße“ nur noch eine nicht gerade ideale Fläche auf Pinacher Gemarkung für den Wohnungsbau zur Verfügung stehe. Und ein neuer Flächennutzungsplan werde mindestens noch fünf bis sechs Jahre auf sich warten lassen. „Wenn es jetzt nicht gelingt, diesen Bebauungsplan umzusetzen, dann laufen wir Gefahr, dass junge Leute oder junge Familien aus Wiernsheim innerhalb der nächsten zehn Jahre wegziehen müssen, weil sie hier keinen Bauplatz finden“, schildert Oehler ein mögliches Szenario. Und es störe ihn, bei allem Austausch der Sachargumente, dass die Gegner des Neubaugebiets den Eindruck erweckten, es ginge auch um Naturschutz. „Dem ist nicht so. Es handelt sich hier um Ackerland und landwirtschaftliche Flächen“, betont der Bürgermeister. Alles in allem würde dabei ein Kampf nur für die Landwirtschaft geführt und die Belange des restlichen Teils der Bevölkerung außenvorgelassen, führt Oehler ins Feld.

Mehr über den Streit um das Baugebiet lesen Sie am Samstag, 16. Mai 2020, in der „Pforzheimer Zeitung (Ausgabe Mühlacker)“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Peter Hepfer

Peter Hepfer

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