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Er ist weithin sichtbar: der turmähnliche Neubau über der Graf-Zeppelin-Kaserne in Calw.
Er ist weithin sichtbar: der turmähnliche Neubau über der Graf-Zeppelin-Kaserne in Calw.
07.09.2016

Bundeswehr verändert Calwer Kaserne

Calw. Es ist nicht zu übersehen: Beim Kommando Spezialkräfte (KSK) in Calw gibt es Veränderungen – zumindest äußerer Art. Augenfälligster Beleg dafür ist der turmähnliche Neubau, der da über der Graf-Zeppelin-Kaserne in den Himmel ragt. Er gehört zum multifunktionalen Trainingszentrum, das derzeit entsteht. Im kommenden Jahr soll der erste Bauabschnitt fertig sein.

Schon jetzt ist zu erahnen, dass das etwas ganz Besonderes gibt. Dieses Trainingszentrum ist nämlich weit mehr als Sporthalle und Hallenbad. „Wir können dort alles üben, was ein Soldat im Wasser tun muss“, sagte KSK-Kommandeur Dag Baehr Da werde zum Beispiel geschossen. Der Absprung aus einem Hubschrauber in ein Gewässer trainiert. Oder hoher Wellengang simuliert. Folglich, so der Kommandeur, müsse das Becken entsprechend groß und tief sowie mit moderner Technik ausgestattet sein. Und Ähnliches gelte auch für die anderen Bereiche, wo einmal mit militärischer Ausrüstung trainiert werden soll. Etwa Judo mit einer Schusswaffe. Ebenso würden Physiotherapie und Sportmedizin in dem Trainingszentrum Platz finden.

Das ist aber noch längst nicht alles. Auch neue Unterkünfte werden gebaut. Diese sollen den gestiegenen Ansprüchen genügen und entsprechend groß sowie attraktiv sein. Das hat auch mit den Besonderheiten des KSK zu tun. Denn was diese Soldaten an Ausrüstung brauchen, „dafür reichen fünf Schränke nicht aus“, so hat es der General erklärt.