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Erst als die Stromleitung über dem Haus in Engelsbrand abgeschaltet war, konnte die Feuerwehr den Dachstuhlbrand von außen effektiv angehen. © Ketterl
28.02.2018

Dachstuhlbrand in Engelsbrand in eisiger Kälte gelöscht - Stromleitung im Weg

Engelsbrand. Es gibt bessere Tage für einen großen Löscheinsatz, aber darauf konnten die Freiwilligen Feuerwehren von Engelsbrand, Grunbach, Salmbach, Straubenhardt, Neuenbürg und Birkenfeld nicht warten. Trotz deutlicher Minustemperaturen mussten sie am Mittwochnachmittag zu einem Dachstuhlbrand an den Fuchsbergweg in Engelsbrand ausrücken. Die Kälte erschwerte zwar die Löscharbeiten, doch der Feuerwehr gelang es trotzdem, das Ausmaß der Zerstörung nicht ausufern zu lassen.

Dachstuhlbrand in Engelsbrand in eisiger Kälte gelöscht

Bildergalerie: Dachstuhlbrand in Engelsbrand

Um14.30 Uhr ging der Alarm in der Integrierten Leitstelle ein. Da bei solchen Bränden stets unklar ist, ob nicht auch Menschenleben in Gefahr sein könnten, eilten gleich die Feuerwehren aus allen Ortsteilen nach Engelsbrand. Unterstützt wurden sie von den Kollegen aus Neuenbürg, Birkenfeld und Straubenhardt, die mit Drehleitern und Löschfahrzeugen anrückten. Insgesamt waren 72 Feuerwehrleute mit zehn Fahrzeugen im Einsatz, der Rettungsdienst mit vier Mitarbeitern und drei Fahrzeugen, die Polizei mit drei Funkstreifenwagen vor Ort. Die Brandbekämpfung hatte jedoch ihre Tücken, da eine Stromleitung übers Haus führte und der Stromversorger diese erst abschalten musste, damit die Feuerwehr von außen übers Dach löschen konnte. Durch die Kälte und Spritzwasser war es rund ums Haus sehr glatt.

Als der Strom abgestellt war, wurde es möglich, Teile des Dachs abzudecken, um näher ans Feuer heraunzukommen. Weitere Dachziegel mussten später weichen, damit die Spezialisten nach Glutnestern suchen konnten, die sich noch in der Dachkonstuktion des Wohnhauses verbergen könnten. Zwei Trupps löschten unter Atemschutz im massiv verrauchten Gebäude.

Die Löscharbeiten am mehrstöckigen Wohngebäude dauerten bis gegen 16 Uhr an. Nachbar Klaus Bommer hatte die Einsatzkräfte mit heißem Tee versorgt, an dem sich manche auch die kalten Hände wärmten.

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Die Hausbewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Beim Einsatz wurde ein Feuerwehrmann am Finger verletzt und wurde vom DRK versorgt. Der entstandene Schaden beläuft sich auf bis zu 85.000 Euro.